Ein ebenfalls hohes Substituierbarkeitspotenzial haben auch Helfer und Fachkräfte in Chemie- und Kunststoffberufen. Der Grund ist einfach: Die Zusammensetzung und Dosierung kann schon heute ein Computer berechnen bzw. übernehmen – nur die Hilfsarbeiten nicht. Das heißt, Fachkräfte sind sogar stärker betroffen als Helfer.

Zu den betroffenen Chemie- und Kunststoffberufen mit mittlerem bis hohem Substituierbarkeitspotenzial gehören (Quelle: Job Futuromat):
Chemie- und Kunststoffberufe
Bürsten- und Pinselmacher/-in100%
Chemikant/-in100%
Flechtweekgestalter/-in100%
Gummiverarbeiter/-in100%
Produktionsfachkraft Chemie100%
Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik100%
Stoffprüfer/-in (Chemie) Glas-, Keramische Industrie sowie Steine und Erden90%
Pharmakant/-in88%
Baustoffprüfer/-in86%
Holzbearbeitungsmechaniker/-in86%
Textillaborant/-in86%
Böttcher/-in80%
Lacklaborant/-in80%
Mechaniker/-in für Reifen- und Vulkanisationstechnik80%
Chemielaborant/-in75%
Werkstoffprüfer/-in71%
Fahrzeuglackierer/-in67%
Holzmechaniker/-in67%
Physiklaborant/-in63%
Tischler/-in58%

Auch in der Papierherstellung herrscht großes Substituierbarkeitspotenzial, denn die Tätigkeiten von Helfern und einfachen Fachkräften sind schon heute bis zu 100 Prozent durch Maschinen ersetzbar. Die besten (beruflichen) Aussichten werden Experten in der Papierherstellung haben.

Zu den betroffenen Berufen in der Papierherstellung mit mittlerem bis hohem Substituierbarkeitspotenzial gehören (Quelle: Job Futuromat):
Papierherstellung, -verarbeitung, Druck
Buchbinder/-in100%
Drucker/-in100%
Medientechnologe/-technologin100%
Siebdrucker/-in100%
Papiertechnologe/-technologin90%
Fotolaborant/-in88%
Packmitteltechnologe/-technologin82%
Dekorvorlagenhersteller/-in75%
Flexograf/-in60%
Schriftsetzer/-in50%

Auch die Herstellung von Glas und Keramik sowie die Steinbearbeitung können heute schon bis zu 100 Prozent durch Maschinen erledigt werden. Von dem hohen Substituierungspotenzial sind vor allem Helfer und Fachkräfte im Berufssegment betroffen.

Zu den betroffenen Berufen in der Steinbearbeitung, Baustoffherstellung sowie Berufe im Bereich Keramik und Glas mit mittlerem bis hohem Substituierbarkeitspotenzial gehören (Quelle: Job Futuromat):
Steinbearbeitung, Baustoffherstellung, Keramik-, Glasberufe
Edelsteingraveur/-in100%
Edelsteinschleifer/-in100%
Glasapparatebauer/-in100%
Glasapparatebläser/-in100%
Glasbläser/-in100%
Glasgraveur/-in100%
Glasinstrumentenmacher/-in100%
Glasveredler/-in100%
Glaswerker/-in100%
Industrieglasfertiger/-in100%
Industriekeramiker/-in100%
Leuchtröhrenglasbläser/-in100%
Maschinenglasmacher/-in100%
Natursteinschleifer/-in100%
Naturwerksteinmechaniker/-in100%
Thermometerbläser/-in100%
Thermometermacher/-in100%
Grabsteinmetz/-in86%
Keramiker/-in80%
Töpfer/-in80%
Hohl- und Kelchglasmacher/-in78%
Steinmetz/in und Steinbildhauer/-in75%
Bausteinmetz/-in67%
Bedrohte Berufe im Bereich Chemie, Papier, Stein, Keramik, Glas

Das heißt: Besonders Helfer und Fachkräfte der einzelnen Berufssegmente müssen sich auf starke berufliche Veränderungen und einer digitalen Transformation am Arbeitsplatz einstellen (wenn sie nicht schon da ist). Neben berufsbezogenen Aus- und Weiterbildungen sollten deshalb auch neue berufliche Perspektiven in Betracht gezogen werden.

Jobs mit Zukunft, von denen die digitale Arbeitswelt bereits heute profitiert, finden sich beispielweise in den Bereichen Online-Marketing, Content-Marketing, E-Commerce oder Augmented und Virtual Reality. Jobs in diesen Bereichen sind aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und der damit auch zunehmenden Veränderung des Nutzungsverhaltens von Kunden im Internet gefragt. Für Arbeitgeber sind Beschäftigte in diesen Bereichen deshalb wichtig, denn sie unterstützen und begleiten digitale Prozesse in der digitalen Markterschließung und den digitalisierten Geschäftsprozessen.

Damit ergeben sich mit Jobs und Berufen der Zukunft auch zahlreiche Vorteile: Mobilere, digitale Berufe bieten ein zeit- und ortsunabhängigeres Arbeiten, womit Sie als Arbeitnehmer flexibler in ihrer Zeiteinteilung sind und nicht mehr zwingend acht Stunden an einer Maschine stehen müssen. Damit verbunden kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Einkommenschancen verbessert werden.

Für Arbeitnehmer aber auch für Arbeitgeber stehen hinter der Herausforderung „Digitalisierung am Arbeitsplatz“ durch Berufe der Zukunft somit auch zahlreiche Chancen.

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