Im Berufssektor „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungsberufe“ sind vor allem die Helfer in den Verkehrs- und Logistikberufen von einem hohen Substituierbarkeitspotenzial betroffen. So können bereits heute mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern und (Post-) Boten von einem Computer übernommen werden.

Zu den betroffenen Berufen in den Bereichen Verkehr, Logistik und Transport mit mittlerem bis hohem Substituierbarkeitspotenzial gehören (Quelle: Job Futuromat):
Lager- und Transportarbeiten, Warenprüfung, Versandabfertigung
Fachkraft für Hafenlogistik89%
Fachlagerist/-in86%
Handelsfachpacker/-in86%
Lager- und Transportarbeiter/-in86%
Fachkraft für Lagerwirtschaft80%
Kommissionierer/-in75%
Warenannehmer/-in75%
Fachkraft für Lagerlogistik72%

Alle anderen Berufssegment-Anforderungsniveau-Kombinationen, darunter Sicherheits- und Reinigungsberufe, haben derzeit Substituierbarkeitspotenziale von weniger als 30 Prozent. Man kann deshalb davon ausgehen, dass diese Berufe in der kommenden Zeit nicht von einem Computer ersetzt werden können. In puncto Sicherheit setzt man zwar schon heute Wachschutzroboter einsetzt, um Alarm bei ungewöhnlichen Geschehnissen auf Parkplätzen oder Tiefgarargen zu geben, ist der Verzicht eines Menschen im Justizvollzug oder bei polizeilichen Ermittlungen kaum vorstellbar.

Ähnliches Szenario gilt für die Reinigungsberufe: Staubsaugende Roboter reinigen zum Beispiel nach wie vor nicht so gründlich wie eine menschliche Reinigungskraft. Das Berufssegment wird, wie die Sicherheitsberufe, nach wie vor von manuellen Tätigkeiten dominiert und ist deshalb durch einen Computer schlecht ersetzbar.

Bedrohte Berufe im Bereich Verkehr, Logistik, Transport

Insgesamt heißt es deshalb: Besonders Beschäftigte im Verkehrs- und Logistikbereich sollten neben berufsbezogenen Fort- und Weiterbildungen auch neue berufliche Perspektiven in Betracht ziehen, um im digitalen Wandel am Arbeitsmarkt standzuhalten.

Zukunftssichere Berufsfelder, von denen die digitale Arbeitswelt bereits heute am meisten profitiert, sind beispielsweise Jobs im Online Marketing, E-Commerce, Content Marketing sowie Augmented und Virtual Reality. Jobs in diesen Bereichen haben nicht nur Zukunft, sondern sorgen obendrein dafür, dass auch der Arbeitgeber profitiert: Denn was nützen digitalisierte Geschäftsprozesse, wenn der Vertrieb und/oder das Marketing auf der Strecke bleiben?

Berufe der Zukunft zeichnen sich zudem durch eine Reihe an Vorteilen aus: Sie bieten ein zeit- und ortsunabhängigeres Arbeiten. Damit sind Arbeitnehmer mobiler und flexibler in ihrer Zeiteinteilung. Wer heute noch acht Stunden im Lager arbeitet, kann morgen beispielsweise schon die Online-Vertriebskanäle im Unternehmen überwachen.

Und last but not least: Weiterbildungen und Jobs mit Zukunft erhöhen die Einkommenschancen für Beschäftigte. Zudem kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aufgrund der zeit- und ortsunabhängigen Arbeit, verbessern werden.

Durch Berufe der Zukunft stehen hinter der Herausforderung „Digitalisierung am Arbeitsplatz“ also auch zahlreiche Chancen für Arbeitnehmer.

Sie sind von einem aussterbenden Beruf betroffen und möchten mehr über Jobs mit Zukunft erfahren?

Jobs mit Zukunft