Bergwerke, Tagebau, Bodenschätze – All diese Worte verbindet man mit der Arbeit unter Tage. Berg- und Maschinenmänner/-frauen haben dort ihre Einsatzorte. Doch was gehört eigentlich noch alles zu diesem Beruf? Und ganz wichtig: Hat dieser Beruf eine Zukunft oder macht die Digitalisierung auch vor dem Bergbau nicht Stopp? Wir haben uns zu diesem Thema mal etwas genauer informiert:

Ausbildung und Voraussetzungen

Für die Ausbildung zum/zur Berg- und Maschinenmann/-frau benötigt man in der Regel 2 Jahre. Das Gehalt bewegt sich innerhalb der 2 Ausbildungsjahre zwischen 800€ und 1000€. In diesem Ausbildungsberuf hat man die Möglichkeit, sich entweder auf die Fachrichtung „Transport und Instandhaltung“ oder „Vortrieb und Gewinnung“ zu spezialisieren.
Um in diesem Berufsfeld erfolgreich zu sein, benötigt es einige Voraussetzungen:

  • Technisches Interesse
  • Umsicht
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Psychische Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit
  • Mathematikkenntnisse
  • Technik

Welche Tätigkeiten und Einsatzbereiche hat ein/e Berg- und Maschinenmann/-frau?

Nach der beendeten Ausbildung beschäftigen sie sich mit grundlegenden Arbeiten der Metallbe- und verarbeitung und stellen Mauerwerke und Grubenausbauten her. Mit Transporteinrichtungen, Fördermittel und Hebezeugen haben sie fast tagtäglich zu tun. Die Aufgabenbereiche variieren jedoch innerhalb der jeweiligen Spezialisierung.

Fachrichtung Transport und Instandhaltung

Allgemein gesagt montieren, sichern und warten Berg- und Maschinenmänner/-frauen für Transport und Instandhaltung Transportbänder, Bahnanlagen, Hängebahnen und andere Transport- und Fördermöglichkeiten in Bergwerken und über Tage. Außerdem verlegen sie Rohr- und Schlauchleitungen und halten maschinell betriebene Pumpen instand.

Fachrichtung Vortrieb und Gewinnung

Generell wird im Zuge dieser Spezialisierung im Abbau von Rohstoffen und im Bau von Stollen und Schächten in Bergwerken gearbeitet. Berg- und Maschinenmänner/-frauen für Vortrieb und Gewinnung sorgen für den Streckenvortrieb und den Streckenunterhalt. Außerdem führen sie Vortriebsmaschinen für den Bau für eben diese Stollen und Schächte. Desweiteren zählen die Vorbereitung von Explosionen und der Schutz vor Durchbrüchen zu ihren Aufgabenbereichen. Damit die Belüftung in den Schächten gewährleistet ist, bauen Berg- und Maschinenmänner/-frauen diese Belüftungsanlagen ein.

Typische Branchen für dieses Berufsfeld sind Bergwerke, beispielsweise im Stein- und Braunkohlebergbau, im Bergbau auf Eisen-, Uran- und Thoriumerze, in Kali- oder Flussspatbergwerken und in Untertagedeponien.
Außerdem finden sie im Maschinen- und Anlagenbau, im Schachtbau, in Untertagedeponien oder bei der Rekultivierung von Tagebaugebieten Beschäftigung.

Was verdient man im Schnitt als Berg- und Maschinenmann/-frau?

Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt momentan 45.000€ brutto. Diese Summe ist allerdings abhängig von der Berufserfahrung, der Unternehmensgröße und der Branche und kann deshalb entweder geringer oder höher ausfallen.

Weiterbildung und Karriere

Nach dem Beenden der Ausbildung haben Berg- und Maschinenmänner/-frauen verschiedene Möglichkeiten sich weiter- und fortzubilden.
Als Techniker/-in in der Bergbautechnik können sie in der Bergtechnik, in der Tiefbautechnik oder in der Verfahrenstechnik eingesetzt werden.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung oder mit der notwendigen Hochschulzugangsberechtigung ist es möglich ein Studium in Richtung Geowissenschaften, Vermessungstechnik oder Geophysik in Betracht zu ziehen.
Die Digitalisierung und Automatisierung verlangt allerdings auch, dass sie immer auf dem neusten Stand der Technologie sind. Deshalb müssen sie sich auch außerhalb von Weiterbildungen in Bezug auf Karrieremöglichkeiten unbedingt fortbilden.

Bedrohter Beruf durch Digitalisierung und Automatisierung

In der Berufsbezeichnung steckt es drin – das Wort „Maschine“. Seit 2012 sind die Beschäftigtenzahlen um fast 50% gesunken. Liegt das vielleicht an der ungewissen Zukunft dieses Berufsbildes? Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierbarkeit bei 100%. Das heißt, dass fast alle typischen Tätigkeiten früher oder später durch moderne Technologien ersetzt werden können. Natürlich kann auch der Fall eintreten, dass die Digitalisierung neue und andere Tätigkeiten mit sich bringt. Fest steht allerdings, dass die Aufgabenfelder einen Wandel durchleben werden und die Gefahr, dass der Beruf früher oder später ausstirbt, ist groß.

Folgende Bereiche sind besonders stark von der Digitalisierung betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Fördertechnik
  • Strecken- und Stollenausbau
  • Transport- und Lagertechnik
  • Abbau, Gewinnung (Bergbau)
  • Vortrieb (Bergbau, Stollenbau)

Jobs mit Zukunft

Wenn man dann beginnt, sich über die berufliche Zukunft Gedanken zu machen und sich informiert, dann findet man schnell eine Vielzahl von Berufen, die zur jetzigen Zeit immer gefragter sind.  Die moderne Technologie und das Internet boomen. Es fühlt sich so an, als wären die täglichen Nachrichten voll von Innovationen und Neuerungen. Was bleibt einem da anderes übrig, als mit der Zeit zu gehen und sich einen Job mit Zukunft zu suchen? Man hört immer öfter Begriffe wie E-Commerce, Suchmaschinenoptimierung oder AR/VR. Es ist also ein Fakt, dass Weiterbildungen, wenn man Fuß am zukünftigen Arbeitsmarkt fassen möchte, niemals verkehrt sein können.

Unsere Kurse

Im Zuge dessen bieten wir einige Weiterbildungen und Kurse an, mit denen Sie perfekt auf die Entwicklung der Digitalisierung vorbereitet sind. Doch das ist nicht der einzige Vorteil. Neben der Erlangung neuer Kenntnisse und Fähigkeiten finden alle Kurse berufsbegleitend statt. Sie können sich trotz Ihres täglichen Berufslebens weiterbilden und profitieren noch dazu von unserem Fernlehr-Angebot, denn unsere Kurse finden alle in Form von Live-Vorlesungen online statt.

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