Der Bergbau wird schon seit vielen tausenden Jahren betrieben. Ob „über Tage“ oder „unter Tage“ – als Bergbautechnologe/-technologin arbeitet man mit der modernster Technik. Im Übrigen gibt es diese Berufsbezeichnung erst seit 2009. Vorher waren es noch die „Bergmechaniker“, die für das Brechen von Gestein zuständig waren. Doch wie betroffen ist dieser Beruf von der Digitalisierung tatsächlich? Wir haben uns da mal schlau gemacht:

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung zum/zur Bautechnologen/-technologin umfasst in der Regel 3 Jahre. Die Ausbildungsvergütung beläuft sich auf ungefähr 700€ bis 1000€. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Etablieren in diesem Beruf sind:

  • Körperliche Belastbarkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Umsicht
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Mathematik-, Physik- und Technikkenntnisse
  • Interesse für Geologie, Naturwissenschaft und Technik

Wo arbeitet ein/e Bergbautechnologe/-technologin?

Möchte man die Ausbildung Bergbautechnologe/-technolgin absolvieren, hat man die Möglichkeit sich auf zwei verschiedene Fachrichtungen zu spezialisieren: Tiefbohrtechnik und Tiefbautechnik.
Im Allgemeinen beschäftigt sich ein/e ausgelernte/r Bergbautechnologe/-technologin mit hochmodernen Maschinen, um Schächte zu bohren und zu sprengen. Damit die geplanten Schächte den Sicherheitsvorkehrungen entsprechen, analysieren sie die geologischen Gegebenheiten. Auch die Dimensionierung und Anpassung bergmännisch hergestellter Hohlräume gehören zu ihren Aufgabenbereichen.

Bergbautechnologe/-in Tiefbautechnik

Bergbautechnologen/-technologinnen für Tiefbautechnik sind für das Brechen und Abräumen von Gestein, Kohle oder Salzen zuständig. Sie reparieren und warten die dafür notwendigen Maschinen. Zum  Aufgabenfeld gehört auch die Prüfung der geologischen, bewetterungs- und klimatechnischen Gegebenheiten. Außerdem wirken sie bei der Lagerstättenerschließung mit und sorgen für den reibungslosen Betrieb der Fahrung.

Bergbautechnologe/-in Tiefbohrtechnik

Die Arbeitnehmer dieser Fachrichtung sind Teil der Errichtung von Schächten. Dabei nutzen sie, abhängig vom vorhandenen Gestein, verschiedene Bohrverfahren. Die Sicherung der entstandenen Schächte durch Zementierung, die Wartung, Pflege und Instandhaltung der Maschinen und die Durchführung geotechnischer Messungen gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich eines/einer Bergbautechnologens/-technologin Tiefbohrtechnik.

Prinzipiell werden Bergbautechnologen/-technologinnen in allen Branchen der geologischen und energetischen Industrie eingesetzt. Man findet sie im Steinkohlebergbau, im Kali- und Steinsalzbergbau, im Erzbergbau, in Betrieben der Tiefbohrtechnik, in Untertagedeponien und in anderen Betrieben der Rohstoffgewinnung.

Durchschnittliches Jahresgehalt eines/einer Bergbautechnologen/-technolgin

Aktuell befindet sich das mittlere Jahresgehalt bei 45.000€ brutto. Diese Summe ist allerdings abhängig von bestimmten Faktoren, wie zum Beispiel von der Berufserfahrung und der Branche. So kann diese Summe auch geringer oder höher ausfallen.

Weiterbildung und Karriere

Nach dem Abschluss der Ausbildung ist es wichtig, sich stets und ständig weiterzubilden. Aufgrund der modernen Technik ist es notwendig, dass Bergbautechnologen/-technologinnen immer auf dem neusten Stand sind. Es gibt eine Reihe von Weiterbildungen, wie beispielsweise in Baumaschinenführung, hybride Steuerungstechnik und Arbeitssicherheit, mit denen die Karriereleiter weiter nach oben geklettert werden kann.
Die beruflichen Aufstiegsweiterbildungen als staatlich geprüfte/r Techniker/-in oder technische/r Fachwirt sind weitere Wege sich weiterzuentwickeln.
Wie so oft hat man nach ein paar Jahren Berufserfahrung auch die Chance ein Studium zu absolvieren. Mögliche Studiengänge dabei wären: Energie und Rohstoffe, Geoinformatik oder Geophysik.

Bergbautechnologe/-technologin als gefährdetes Berufsbild?

Bergbautechnologen/-technologinnen arbeiten schon mit hoch modernisierten Maschinen. Was früher alles von Hand gemacht wurde, wird jetzt mit Computern erledigt. Die Digitalisierung hat dieses Berufsbild also schon fest im Griff, denn seit Ende 2012 sind die Beschäftigtenzahlen um rund 47% gesunken (Quelle: jobfuturomat.iab.de).
Ein nicht unwichtiger Fakt ist, dass die Automatisierbarkeit bei rund 80% liegt. Somit ist die Gefährdung dieser Berufsgruppe nicht von der Hand zu weisen.

Diese Bereiche sind dabei ganz besonders betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Abbau, Gewinnung (Bergbau)
  • Transport- und Lagertechnik
  • Fördertechnik
  • Strecken- und Stollenausbau
  • Vortrieb (Bergbau, Stollen)
  • Tiefbohrtechnik
  • Wartung, Reparatur, Instandhaltung

Jobs mit Zukunft – Die Chancen

Neben der langen Liste der bedrohten Berufe, wovon Bergbautechnologe/-techologin Tiefbautechnik nur eines von vielen Beispielen ist, gibt es allerdings auch sehr viele Jobs mit Zukunft. Oftmals erscheint es so, als hätte die Digitalisierung überwiegend Nachteile: aussterbende Berufe, Bequemlichkeit und damit einhergehende Faulheit der Menschen und noch viele mehr.
Allerdings gibt es auch Bereiche, die von der Automatisierung profitieren können. Einige Branchen haben eine immer größer werdende Nachfrage, andere Berufsbilder werden sich erst in der Zukunft neu entwickeln. Das Internet, und somit die gesamte Online-Branche allein, bietet unglaublich viele Möglichkeiten, sich in irgendeiner Form anders zu orientieren.

Unsere Kurse

Um gut vorbereitet in die neue berufliche Zukunft starten zu können, bieten wir Ihnen ein breites Angebot an Kursen an. Sie erhalten nicht nur ein IHK-Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung, mit welchem Ihnen attraktive berufliche Perspektiven eröffnet werden, sondern haben auch einen lebenslangen Zugriff auf die Lerninhalte.
Ein zweites Standbein oder eine Alternative zu Ihrem aktuellen Job zu haben kann in der heutigen schnelllebigen Zeit durchaus von Vorteil sein. Der Fortschritt der Technik kann in 2 Monaten schon wieder ganz anders aussehen, als er es heute ist.

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