Rechnungen schreiben, Excel Tabellen ausfüllen und den Jahresabschluss aufstellen – als Bilanzbuchhalter/-in schlägt man sich mit vielen Zahlen rum. Doch die Digitalisierung schreitet voran und begräbt immer mehr Berufe unter sich. Wie steht es um den Beruf als Bilanzbuchhalter/-in? Wir haben uns dieses Thema mal genauer angesehen:

Allgemeine Informationen

Um diesen Weiterbildungsberuf antreten zu können, bedarf es einer 3-jährigen Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf. Auch als Fachwirt/-in, Fachkaufmann/-frau, Betriebswirt/-in oder mit Diplom-/Bachelorabschluss kann die Weiterbildung absolviert werden. Die Länge ist dabei ganz unterschiedlich und hängt davon ab, ob man sie in Voll- oder Teilzeit machen möchte.

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Als Bilanzbuchhalter/-in beschäftigt man sich sehr häufig mit Jahresabschlüssen. Dafür sind auch die rechtlichen Auswirkungen und Konsequenzen Teil des Wissens, welches Bilanzbuchhalter/-innen benötigen. Des Weiteren erstellen sie Steuererklärungen für sowohl Umsatzsteuer und Lohnsteuer als auch für die Einkommenssteuer. Die Planung finanzwirtschaftlicher Vorgänge und die Ausführung dieser gehören ebenfalls zu ihren tagtäglichen Aufgaben. Sie führen die Mitarbeiter/-innen und organisieren betriebliche Ausbildungen.
Beschäftigung finden sie in allen Unternehmen der Wirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung oder bei Verbänden und Organisationen. Ihre Arbeit verrichten sie dann in Büros.

Durchschnittliches Jahreseinkommen eines/einer Bilanzbuchhalter/-in

Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt aktuell bei rund 42.000€ brutto. Diese Summe ist allerdings abhängig von Faktoren wie Berufserfahrung oder Branche und kann deshalb höher, aber auch geringer ausfallen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Viele Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach dieser Weiterbildung nicht. Natürlich kann ein Studium der Richtung Betriebswirtschaft absolviert werden, allerdings gibt es keine feststehenden Weiterbildungsangebote. Viele Bilanzbuchhalter/-innen arbeiten in der Selbstständigkeit. Dies ist für so manch eine/n Arbeitnehmer/-in der Karriereast, den sie erreichen möchten.

Ist dieser Beruf von der Digitalisierung betroffen?

Mit einer Automatisierbarkeit von 73% ist der Beruf Bilanzbuchhalter/-in von der Digitalisierung betroffen (Quelle: job-futuromat.iab.de). Das heißt, dass ungefähr 8 von 11 typischen Tätigkeiten entweder bald durch moderne Technologien ersetzt werden können oder schon lange durch maschinelle Arbeit erledigt werden. Die Welt steht vor einer digitalen Revolution, aber werden die bedrohten Berufe tatsächlich aussterben? Die Zukunft bleibt ungewiss. Fest steht allerdings, dass die Tätigkeitsfelder sich verändern werden.

Momentan besonders von der Digitalisierung betroffene Bereiche sind:

  • Bilanzierung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Steuerrecht
  • Steuererklärung anfertigen
  • Rechnungslegung nach HGB
  • Buchführung, Buchhaltung
  • Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Jahresabschluss

Jobs mit Zukunft

Neben der langen Liste der bedrohten Berufe gibt es eine Liste für Jobs mit Zukunft, die über die Jahre deutlich gewachsen ist. Während man im Kontext der bedrohten Berufe nur Nachtteile der Digitalisierung diskutiert, dann fallen die enormen Vorteile der Digitalisierung hinten runter. Sie eröffnet unzähligen neuen Bereichen und Branchen die Chance, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Da wäre einmal die Online-Branche, die sich einer hohen Nachfrage erfreut. In der heutigen Zeit, in der das Internet das wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium ist, fällt es ziemlich schwer, sich außerhalb dieses Mediums im Kopf der Menschen zu verankern. Umso wichtiger ist, dass auf diesem Gebiet Personal geschult wird.

Unsere Kurse

Genau aus diesem Grund haben wir einige Weiterbildungskurse entwickelt, mit denen Sie fit in die Zukunft starten können. Unsere Kurse finden online statt, so haben Sie die Möglichkeit, sich berufsbegleitend weiterzubilden und ihrer beruflichen Tätigkeit weiterhin nachzugehen.
Sollten Sie die finanziellen Möglichkeiten für Ihre Weiterbildung nicht zur Verfügung haben, so gibt es verschiedene Unterstützungen von Bund, Ländern und ESF-Mitteln.
Der krönende Abschluss der Vorteile bildet dann ein anerkanntes IHK-Zertifikat, welches Sie nach dem erfolgreichen Abschließen des Kurses erhalten.

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