Bonbonmacher/-innen waren die kulinarischen Künstler, die die buntesten Süßigkeiten herstellten. Schon seit 1980 gibt es diesen Beruf nicht mehr in der Form.Er wurde durch die Fachkraft für Süßwarentechnologie der Fachrichtung Zuckerwaren ersetzt. Wurden die Inhalte der Ausbildung modernisiert, weil die Digitalisierung schon 1980 weit vorangeschritten ist? Wir haben uns das mal etwas genauer angesehen:

Anforderungen und Voraussetzungen

Um im Beruf als Bonbonmacher/-in gut aufgehoben gewesen zu sein, spielten einige Voraussetzungen eine große Rolle:

  • Technisches Verständnis
  • Hygiene
  • grundlegende mathematische Kenntnisse
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Geschicklichkeit

Was waren typische Tätigkeiten eines/einer Bonbonmachers/-macherin?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung beschäftigten Bonbonmacher/-innen sich mit der Herstellung von Süßigkeiten, Pralinen, Dragees und anderen Zuckerwaren. Um diese mit Zucker überzogenen Bonbons zuzubereiten, berechneten sie zunächst die Mengen der erforderlichen Produkte gemäß dem Rezept. Nach dem Wiegen der Produkte lösten sie Zucker, Honig, Sirup oder Fruchtsäfte auf und kochten sie, bis daraus eine Rohmasse entstand. Versetzt mit Farb- und Aromastoffen konnte dann die Rohmasse mit Hilfe von Walzenpressen in die gewünschte Form gepresst werden. Ein wichtiger Bestandteil des ganzen Prozesses sind Hygienevorschriften und Geschmackstests gewesen, die unbedingt eingehalten werden mussten.
Beschäftigung fanden Bonbonmacher/-innen in der Süßwarenindustrie.

Durchschnittliches Jahreseinkommen eines/einer Bonbonmachers/-in

Jährlich betrug das durchschnittliche Einkommen eines/einer Bonbonmachers/-in 32.000€ brutto. Diese Summe hing jedoch von verschiedenen Faktoren ab wie Unternehmensgröße oder Unternehmensstandort. So konnte der Betrag höher, aber auch geringer ausfallen.

Bonbonmacher/-in – Ein bedrohter Beruf

Wie eingangs schon erwähnt gibt es diesen Beruf nicht mehr. Die Quelle Job-Futuromat macht klar deutlich, warum dieser Beruf, und wahrscheinlich auch der Nachfolgeberuf Fachkraft für Süßwarentechnologie, gefährdet ist. Mit einer Automatisierbarkeit von 100% könnten theoretisch heutzutage 8 von 8 typischen Tätigkeiten eines/einer Bonbonmachers/-macherin von der modernen Technologie übernommen werden. Da sich die Aufgabenbereiche des alten Berufs weitestgehend mit denen der Modernisierung ähneln, lässt sich die Bedrohung durch die Digitalisierung analog übertragen.

Folgende Bereiche sind dabei besonders betroffen gewesen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Süßwarentechnik
  • Arbeit nach Rezeptur
  • Warenannahme, Wareneingangskontrolle
  • Roh- und Fertigmassen herstellen und verarbeiten
  • Verpacken
  • Bonbons, Karamellen

Zukunftssichere Arbeitsplätze

Wie man an diesem Beispiel gut sehen kann, sind viele Berufe schon der Digitalisierung zum Opfer gefallen. Auch wenn der Beruf des/der Bonbonmachers/-macherin nur etwas modernisiert wurde und durch eine neue Bezeichnung ersetzt wurde – trotzdem ist klar: Die Digitalisierung ist in voller Fahrt und lässt einen Beruf nach dem anderen hinter sich. Neben der langen Liste mit bedrohten Berufen gibt es jedoch auch eine ebenso lange Liste der Jobs mit Zukunft. Bereiche wie E-Commerce oder Augmented und Virtual Reality schaffen Unmengen an neuen Arbeitsplätzen, welche natürlich auch besetzt werden müssen. Und hier kommen wir ins Spiel.

Unsere Kurse

Um eben diese neuen Arbeitsplätze zu besetzen, haben wir eine Reihe von Weiterbildungsangeboten entwickelt. Und Ihr großer Vorteil dabei ist, dass Sie den jeweiligen Fernlernkurs berufsbegleitend absolvieren können. In ein bis zwei Onlinevorlesungen in der Woche vermitteln unsere erfahrenen Dozenten die praxisnahen Inhalte kompakt und spannend. Sollten Sie also an einem Termin einmal keine Zeit für eine Teilnahme finden, dann können Sie die Inhalte vollkommen zeitflexibel nacharbeiten. Dazu bekommen die die Aufzeichnung der Vorlesung über unsere moderne Lernplattform startIQ zur Verfügung gestellt.
Und als wäre das nicht genug erhalten Sie nach dem erfolgreichen Beenden Ihrer Weiterbildung ein anerkanntes IHK-Zertifikat.

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