Diesen Ausbildungsberuf gibt es in der Form seit 2014 nicht mehr. Er wurde durch die Berufsbezeichnung „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ ersetzt. Wir haben uns trotzdem mal angesehen, was zum Alltag eines/einer Bürokaufmannes/-frau gehörte und, inwiefern dieses Berufsbild von der Digitalisierung betroffen ist:

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung erstreckte sich über 3 Jahre. Während es im ersten Ausbildungsjahr ungefähr 700€ Gehalt gab, waren es im dritten Jahr schon fast 1000€.
Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, waren einige Anforderungen notwenig:

  • Organisatorische und planerische Stärke
  • Stressresistenz
  • Konzentrationsfähigkeit

Aufgaben und Einsatzgebiete

Neben branchenabhängigen und unternehmensspezifischen Tätigkeiten gab es natürlich auch die klassischen Tätigkeiten, die sich in jedem Unternehmen zur Genüge anhäuften. Vom Rechnungen schreiben über Lohn- und Gehaltsabrechnungen bis hin zur Buchhaltung – als Bürokaufmann/-frau hatte man viele Tätigkeitsbereiche. Sie fanden Beschäftigung in Bereichen wie Vertrieb, Einkauf, Personal, Logistik, Produktion oder Rechnungswesen.
Zu den Kerntätigkeiten gehörten also organisatorische Aufgaben.
Die Einsatzgebiete eines/einer Bürokaufmannes/-frau waren dabei alle Branchen, vollkommen egal, ob kleines Unternehmen oder großer Konzern.
Meist saßen sie in Großraumbüros.

Was verdiente man als Bürokaufmann/-frau?

Das mittlere Jahresgehalt in diesem Berufsbild betrug ungefähr 38.000€ brutto. Diese Summe war jedoch abhänig von Berufserfahrung oder von der Branche und konnte deshalb auch geringer oder höher ausfallen.

Welche Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung gibt es?

Nachdem die Ausbildung abgeschlossen wurde, gab es eine Reihe von Weiterbildungen und Vertiefungen, die die Karriere als Bürokaufmann/-frau vorantreiben konnten.
So konnte zum Beispiel die Prüfung als geprüfte/r Fachkaufmann/-frau für Büro- und Projektorganisation absolviert werden. Um in die mittlere Führungsebene einzusteigen, gab es auch die Möglichkeit eine Weiterbildung als Bürofachwirt/-in oder Betriebswirt/-in für Kommunikation und Büromanagement abzulegen.
Wie bei fast jedem Ausbildungsberuf konnte mit der Hochschulzugangsberechtigung ein Studium der Studiengänge Betriebswirtschaft, Volkswirtschaftslehre oder Wirtschaftswissenschaften im Bachelor in Betracht gezogen werden.

Bürokaufmann/-frau als aussterbender Beruf?

Da es diesen Ausbildungsberuf in dem Umfang nicht mehr gibt, kann durchaus davon ausgegangen werden, dass die Digitalisierung ihre Finger im Spiel hatte. Es ist oftmals so, dass frühere eigenständige Berufe nach einer gewissen Zeit zu einem Beruf zusammengefasst werden, da die Ausbildungsinhalte nicht mehr zeitgemäß sind.
Wenn man sich zusätzlich zu diesem Fakten noch die typischen Tätigkeiten eines/einer Bürokaufmannes/-frau anschaut, dann wird ein mittleres Automatisierungsrisiko klar. 4 von 6 alltäglichen Aufgaben könnten früher oder später durch die moderne Technologie verbessert oder sogar ersetzt werden (Quelle: jobfuturomat.iab.de).

Bereiche, die besonders von der Digitalisierung betroffen sind:

  • Buchführung, Buchhaltung
  • Büro- und Verwaltungsarbeiten
  • Postbearbeitung
  • Sachbearbeitung

Jobs mit Zukunft

Neben einer langen Liste mit bedrohten Berufen gibt es allerdings auch viele Jobs mit Zukunft. Immer mehr Branchen treten in den Vordergrund, von denen man bis vor ein paar Jahren noch nicht viel gehört hat.
Wenn man vor 15 Jahren gesagt hätte, dass man in der Zukunft sein Haus komplett virtuell einrichten kann, dann wären Reaktionen wie „Ja, das kann gut sein.“ aber auch „Niemals im Leben!“ dabei gewesen. Inzwischen ist das alles möglich und diese moderne Technologie verdrängt langsam aber stetig die alten Bereiche.
Die Online-Branche boomt, das Internet bietet einfach alles, jede Generation kann inzwischen die alle für sie notwendigen Dinge im Internet. Genau deswegen ist dieser Bereich so erfolgreich – er ist zukunftsorientiert.

Unsere Kurse

Um mit der Zeit zu gehen und, um sich für die Zukunft abzusichern, bieten wir Ihnen einige Weiterbildungen in verschiedenen Gebieten an. Mit unseren Kursen haben Sie den großen Vorteil, dass Sie berufsbegleitend teilnehmen können. Mit 1 bis 2 wöchentlichen Live-Vorlesungen, die noch dazu natürlich online stattfinden, können Sie trotzdem Ihrem aktuellen Beruf nachgehen.
Mit dem erfolgreichen Abschließen der Weiterbildung erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, welches eine große Bereicherung für Ihren weiteren Berufsweg sein kann.

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