Bürsten- und Pinselmacher/-innen sind für die Herstellung aller Arten von Pinseln verantwortlich, wie zum Beispiel die in der Damenwelt beliebten Make-up-Pinsel. Jedoch schreitet die Digitalisierung mit großen Schritten voran und verdrängt nach und nach die Menschen von ihren Arbeitsplätzen. Wie sehr ist speziell dieser Beruf gefährdet? Wir haben uns das mal etwas genauer angeschaut:

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung als Bürsten- und Pinselmacher/-in dauert 3 Jahre in Industrie und Handwerk. Das durchschnittliche Einkommen, das sie verdienen, liegt während der Lehrzeit zwischen 600€ und 850€. Um in diesem Beruf erfolgreich zu werden, bedarf es einiger Voraussetzungen:

  • Fingerfertigkeit
  • Manuelle Fähigkeiten zum Bedienen von Maschinen
  • Hand-Auge-Koordination
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Grundlegende Berechnungen
  • Handwerkliches Geschick

Haupttätigkeiten und Anwendungsbereich

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung sind Bürsten- und Pinselmacher/-innen für die Herstellung von Bürsten und Pinseln mit Hilfe von Tierhaaren, Naturborsten, pflanzlichen oder synthetischen Fasern verantwortlich.

Sie kennen sich mit den unterschiedlichen Haar- und Faserarten aus. Diese werden vor der Verarbeitung von den Bürsten- und Pinselmachern/-macherinnen sortiert, gefärbt, gekämmt und gebündelt.

Danach wählen sie die passenden Stiele aus und kümmern sich um die manuelle Herstellung.
Teilweise werden Bürsten auch maschinell hergestellt. In diesem Fall ist es die Aufgabe der Bürsten- und Pinselmacher/-innen die Maschinen zu steuern und zu überwachen und die Produktionsergebnisse zu kontrollieren um eventuelle Produktionsfehler ausfindig zu machen.
Auch die Vorbereitung für den Versand der hergestellten Produkte fällt in ihren Aufgabenbereich.
Hauptsächlich finden Sie in Industrie- und Handwerksbetrieben Beschäftigung, können jedoch auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung eingesetzt werden.

Wie hoch ist das Bruttojahreseinkommen eines/einer Bürsten- und Pinselmachers/-macherin?

Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt bei ungefähr 25.000€ brutto. Dies ist jedoch kein fester Betrag. Die Summe hängt von einzelnen Faktoren ab, die das Jahresgehalt auch höher oder geringer ausfallen lassen können.

Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Das Leben ist ein stetiger Lernprozess. Auch in diesem Berufsfeld stehen viele Türen offen, sich beruflich weiterzuentwickeln.
So kann beispielsweise die Weiterbildung als technische/r Fachwirt/-in in Betracht gezogen werden. Auch die Aufstiegschance mit Hilfe der Weiterbildung als Industriemeister/-in der Fachrichtung Holz kann nach ein paar Jahren Berufserfahrung genutzt werden. Ab diesem Zeitpunkt gehört das Organisieren der Fertigungsprozesse und Montagearbeit zu den täglichen Aufgaben.
Nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung kann, wie nach vielen Ausbildungen, ein Studium angeschlossen werden. Dabei bietet sich der Studiengang Holztechnik hervorragend an.

Ist dieser Beruf durch die Digitalisierung gefährdet?

Die Tätigkeiten deuten schon darauf hin – es gibt eine manuelle und eine maschinelle Herstellung. Das sind erste Anzeichen dafür, dass die Digitalisierung auf dem Vormarsch ist. Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierbarkeit bei 100%. Natürlich kann man nicht mit Gewissheit festlegen, dass dieser Beruf in 10 Jahren komplett ausgestorben ist. Sicher ist allerdings, dass die Aufgabenbereiche sich ändern werden. Einige werden wegfallen, andere entwickeln sich erst noch im Laufe der nächsten Jahre.

Die am stärksten von der Automatisierung in diesem Beruf betroffenen oder gefährdeten Bereiche werden nachstehend aufgeführ:

  • Kleben
  • Borsten, Tierhaare zurichten
  • Oberflächen behandeln, veredeln
  • Kunststoffverarbeitung

Jobs mit sicherer Zukunft

Die Liste der bedrohten Berufe ist lang. Aber nicht viel kürzer ist die Liste der Jobs mit Zukunft. Während die Digitalisierung viele Branchen immer weiter in den Hintergrund drängt, so entwickeln sich neue Prioritäten in der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Viele Bereiche erfreuen sich einer immer größer werdenden Nachfrage. Und das Potential ist noch lange nicht vollkommen ausgereizt. Die Medien sind jeden Tag gefüllt mit neuen Technologien, in ein paar Monaten kann der Stand der aktuellen wirtschaftlichen Lage schon wieder ganz anders aussehen als heute. Um mit der Zeit zu gehen ist es also nötig, sich permanent weiterzubilden.

Unsere Kurse

Sollten Sie über Ihre Zukunft nachdenken und feststellen, dass es notwendig ist, sich einen Plan B aufzubauen? Dann helfen wir Ihnen gern beim Start in die digitale Welt. Unsere Weiterbildungskurse finden online statt. So haben Sie die Möglichkeit, sich berufsbegleitend neben Ihrem täglichen Berufsleben weiterzuentwickeln. Die Live-Vorlesungen finden online statt und werden von unseren branchenerfahrenen Dozenten praxisnah gestaltet. Über unsere moderne Lernplattform startIQ können Sie mit anderen Teilnehmern in Kontakt treten und sich somit ein eigenes Netzwerk aufbauen.
Ein weiterer großer Vorteil ist das IHK-Zertifikat, das Sie nach dem erfolgreichen Beenden der Weiterbildung erhalten.

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