Der Dünger für den Garten oder das Waschmittel für die Wäsche – alltägliche Dinge, die fast selbstverständlich sind. Doch wer steckt eigentlich dahinter und produziert diese Mittel? Und wie beeinflusst die Digitalisierung diesen Beruf? Wir haben uns die Fakten mal angesehen:

Ausbildungszeit und Grundkenntnisse

Um ein/e Chemikant/-in zu werden, benötigen die Auszubildenden 3,5 Jahre in der chemischen Industrie. Das Gehalt für die Ausbildungszeit liegt zwischen 900 und 1100€. Die Auszubildenden müssen dabei über einige Fähigkeiten verfügen, um in diesem Beruf erfolgreich zu werden:

 

  • Geschicklichkeit
  • Aufmerksamkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Kenntnis der Analytik
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sicherheitsverständnis
  • Chemie- und Physikkenntnisse

Möglicher Tätigkeitsbereich und Anwendungsbereich für Chemikanten/Chemikantinnen

Allgemein gesagt sind Chemikanten/Chemikantinnen für die Steuerung und Überwachung der Maschinen und Systeme im Fertigungsbereich sowie für das Abfüllen und Verpacken chemischer Produkte verantwortlich.
Sie stellen Chemikalien, wie zum Beispiel Farben, Lacke oder Polymere, aus organischen oder anorganischen Substanzen oder Rohstoffen her. Sollten die Produktionsanlagen einmal stehen, dann ist es die Aufgabe des/der Chemikanten/Chemikantin, die Anlagen wieder anzufahren.
Um die Kontrolle über die Herstellung der Chemikalien zu behalten, entnehmen sie regelmäßig Proben und analysieren sie hinsichtlich der Qualität.
Darüber hinaus behalten Chemikanten/Chemikantinnen den Umweltschutz im Blick und warten und reparieren Produktionsanlagen.
Chemikanten/Chemikantinnen arbeiten in Unternehmen der chemischen Industrie, bei Herstellern von Lacken und Farben, in der pharmazeutischen Industrie oder in Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Überwiegend findet man sie in Werkhallen oder Laborräumen.

Wie viel verdient ein/e Chemikant/-in jährlich?

Eine in diesem Beruf arbeitende Person kann ein Jahreseinkommen von ungefähr 50.000€ brutto verdienen. Dieser Betrag ist abhängig von den beruflichen Erfahrungen und der Branche, in der die Arbeitnehmer Beschäftigung finden und kann deshalb höher oder auch niedriger ausfallen.

Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriere

Nachdem die Ausbildung erfolgreich beendet wurde gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden.
So kann man als staatlich geprüfter Techniker an der Planung, Entwicklung oder Betreuung der Produktionsverfahren mitwirken.
Um noch mehr Verantwortung zu bekommen, kann nach ein paar Jahren der Berufserfahrung auch die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/-in absolviert werden. Hier erstrecken sich die typischen Aufgaben bis in die Personalplanung.
Mit Abitur oder der Hochschulzugangsberechtigung können Chemikanten/Chemikantinnen auch ein Chemiestudium in Betracht ziehen.

Wird die Digitalisierung Auswirkungen auf die Arbeit eines/einer Chemikanten/Chemikantinnen haben?

Laut Job-Futuromat hat dieses Berufsbild eine nahezu 100%ige Automatisierungsrate. In dem Fall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass früher oder später die Tätigkeiten von moderner Technik übernommen werden können. Zuvor hat es für verschiedene Messungen eine Person gebraucht. Heutzutage wird dieser Job jedoch schon teilweise durch Maschinen, da diese die erforderlichen Daten oftmals schneller und wesentlich genauer erfassen können.
Fest steht, dass bestimmte Tätigkeiten wegfallen werden. Ungewiss ist allerdings, ob sich neue Aufgabenfelder durch die Digitalisierung entwickeln werden.

Diese Bereiche sind besonders stark betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Chemische Untersuchungs- und Messverfahren
  • Physikalische Mess- und Prüfverfahren
  • Probenahme
  • Chemische Verfahrenstechnik

Zukünftige Arbeitsplätze, die zur Verringerung der Arbeitslosigkeit beitragen werden

Jobs mit Zukunft – Worte, die hoffen lassen, dass es auch eine gute Seite der Digitalisierung gibt. Und ja, die gibt es. Denn neben der langen roten Liste der aussterbenden Berufe findet sich eine Liste der Jobs, die in den letzten Jahren deutlich an Nachfrage gewonnen haben. Eine große Rolle dabei spielt das Internet. Es bietet sehr viele Möglichkeiten, sich beruflich umzuorientieren. Und die Entwicklung ist noch lange nicht vorbei. Wenn man sich das Wachstum der Branche in der Vergangenheit ansieht, dann wird schnell klar, dass stetige Neuerungen, Modernisierungen und Automatisierungen weiterhin neue Bereiche schaffen werden.
Viele Unternehmen, große oder kleine, setzen inzwischen beispielsweise auf Online Marketing, da es auf einem Markt, auf dem Wettbewerb und Konkurrenz riesig sind, schwer ist, sich abzuheben. Auch Online Shops gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderung, was auch der Corona-Pandemie geschuldet ist, lässt es irgendwann nicht mehr zu, keinen Online-Handel zu betreiben.

Unsere angebotenen Kurse

Um Ihnen den Start in die digitale Welt zu ermöglichen, bieten wir Ihnen eine Reihe von Kursen an. Damit Sie neben dieser Weiterbildung Ihren alltäglichen Verpflichtungen trotzdem nachgehen können, findet diese berufsbegleitend ganz bequem online statt. Mit Hilfe der modernen Lernplattform startIQ können Sie sich jederzeit mit unseren Dozenten in Verbindung setzen, Fragen stellen oder sich einfach mit anderen Kursteilnehmern austauschen.
Wenn Sie den Kurs erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, mit welchem Sie Ihre Karriereleiter weiter nach oben klettern können.

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