Den Beruf Drahtzieher/-in gibt es seit 2013 so in der Art nicht mehr. Er wurde abgelöst durch die Berufsbezeichnung „Fachkraft für Metalltechnik Fachrichtung Umform- und Drahttechnik“. Allerdings wird die Jobbezeichnung des Öfteren insbesondere bei Stellenangeboten immer noch genutzt, weswegen wir uns trotzdem mal angeschaut haben, was denn so ein/e Drahtzieher/-in macht und, wie die generelle Zukunft für diese Tätigkeit aussieht.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung Drahtzieher/-in dauerte 2 Jahre. Das Ausbildungsgehalt bewegte sich dabei ungefähr zwischen 700€ und 900€. Es gab einige Voraussetzungen, mit denen Interessenten punkten konnten:

  • Interesse an Technik
  • Genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • Gutes Hör- und Sehvermögen
  • Sorgfalt

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Im Allgemeinen stellten Drahtzieher/-innen an Ziehmaschinen Drähte aus Metallstäben und anderen Walerzeugnissen her. Sie bereiteten die Ausgangsmaterialien vor, indem sie die Oberfläche entzunderten.
Sie waren zuständig für das Einsetzen der Ziehsteine, das Beschicken der Maschine, die Regelung der Ziehgeschwindigkeit und für die Überwachung der Ziehmaschine. Außerdem korrigierten Drahtzieher/-innen Produktionsfehler manuell. Abschließend führten sie Qualitätskontrollen durch und machten die hergestellten Produkte transportfertig.
Drahtzieher/-innen arbeiteten in Metallziehereien, Werk- und Montagehallen.

Was verdiente ein/e Drahtzieher/-in?

Das Durchschnittsgehalt lag bei rund 44.000€ brutto im Jahr. Diese Summe ist allerdings von bestimmten Faktoren abhängig, wie von der Berufserfahrung, der Branche und der Leistungserbringung und kann deshalb auch geringer oder höher ausfallen.

Weiterbildung und Karriere

Nach der abgeschlossenen Ausbildung gab es eine Reihe von Möglichkeiten sich weiterzubilden. So war zum Beispiel eine Weiterbildung in Richtung Umformtechnik eine Möglichkeit, Wissen und Kenntnisse zu erweitern.
Mit einer Meisterprüfung konnte man als Industriemeister die Karriereleiter weiter nach oben klettern. Auch die Selbstständigkeit spielte des öfteren eine Rolle.
Wie so oft bot sich auch die Möglichkeit eines Studiums im Anschluss an die Ausbildung an, beispielsweise in Richtung Maschinenbau.

Bedrohter Beruf – Digitalisierung und Automatisierung

Dieser Beruf zählt zu den bedrohten Berufen. Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierbarkeit dieses Berufsbildes bei 100%. Man kann also annehmen, dass die Umbenennung und Neustrukturierung des Berufes mit großer Wahrscheinlichkeit schon eine Auswirkung der voranschreitenden Digitalisierung ist, denn durch neue Maschinen und bessere Technologien fallen vereinzelt Tätigkeiten weg. Diese werden dann unter einem neuen Beruf mit anderen älteren Berufen zusammengefasst.

Folgende Bereiche, die sich allgemein auch auf den neuen Beruf „Fachkraft für Metalltechnik Fachrichtung Umform- und Drahttechnik“ übertragen lassen, sind besonders betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Drahtziehen
  • Wämebehandlung (Metall)

Jobs mit Zukunft

Allerdings hat die Digitalisierung auch eine Reihe von positiven Auswirkungen. So gewinnen Bereiche an Bedeutung, von denen vor ein paar Jahren noch keine große Rede war. Das beste Beispiel hierbei ist immer wieder das Internet. Während Facebook das soziale Netzwerk schlecht hin war, sowohl bei der älteren als auch bei der jüngeren Generation, so scheint Instagram inzwischen weitaus beliebter. Und es tauchen mit jedem Jahr neue soziale Netzwerke auf, die in immer kürzerer Zeit viele User finden.
Diese Branche bietet also eine große Auswahl an Jobs für die Zukunft.

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