Die kleinen schimmernden Steine in Ringen und Ketten kommen so nicht in der Natur vor. Bevor dieses Rohmaterial zu edlen Schmuckstücken verarbeitet werden kann, braucht es einiges an Vorarbeit. Diese gewisse Vorarbeit ist auch bei Industriediamanten nötig. Genau an dieser Stelle kommen Edelsteinschleifer/-innen zum Einsatz. Doch welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf diesen Beruf?

Inhalte und Voraussetzung für die Ausbildung zum Edelsteinschleifer/-in

Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz kommt es nicht unbedingt auf den Schulabschluss an. Wichtig ist die Begeisterung für diesen Beruf. Innerhalb der Ausbildung von insgesamt drei Jahren lernen die Azubis in der Berufsschule und im Betrieb das theoretische Wissen und die praktischen Arbeitsabläufe. Damit diese Zeit Spaß macht und nicht zur Einbahnstraße wird, sind folgende Grundvoraussetzungen wichtig:

• ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein
• Kreativität und der Sinn zur Gestaltung
• Leidenschaft für das Material und für unterschiedliche Maschinen
• Feinmotorik und der Umgang mit passendem Werkzeug

Nicht nur die Persönlichkeit und die Fähigkeiten werden bei diesem Beruf benötigt. Wichtig sind gute Schulnoten in den Fächern Technik, Kunst, Mathe, Naturwissenschaften und Deutsch. Mit dieser Basis steht der erfolgreichen Karriere als Edelsteinschleifer/-in nichts mehr im Wege.

Einsatzgebiete und Tätigkeiten

Die unterschiedlichsten Edelsteine werden dann, nach erfolgreich beendeter Ausbildung, bearbeitet. Welche das sind, diese Entscheidung tragen nicht die Edelsteinschleifer/-innen, sondern die jeweiligen Auftraggeber. Das sind in der Regel Juweliere oder Schmuckdesigner. Aber nicht nur die Schmuckindustrie benötigt die bearbeiteten Steine. Diamanten oder Ähnliches werden auch in der Medizin eingesetzt.

Nach der Auswahl des passenden Steines steht im ersten Arbeitsschritt die Überprüfung an. Sie untersuchen das Rohmaterial nach Rissen oder Einschlüssen. Diese können später beim Endprodukt zu Problemen führen. Der/die Edelsteinschleifer/-in schneiden und schleifen das Produkt. Auf diese Weise entstehen die passenden Formen und Größen. Am Ende folgt das Polieren. Ebenso wichtig wie die Bearbeitung der Steine ist die anschließende Qualitätskontrolle. Das Endprodukt wird auf Fehler geprüft und Mängel, die behoben werden können, werden ausgebessert. Handwerkliches Geschick sowie unterschiedliche Schleiftechniken und absolute Präzession gehören zum Berufsalltag als Edelsteinschleifer/-in.

Jährliches Bruttogehalt

Das jährliche Bruttogehalt ist abhängig von einigen Faktoren wie Unternehmensgröße, Standort und Berufserfahrung. Aktuell liegt der Durchschnitt bei ungefähr 32.000€ brutto und kann mit verschiedenen Weiterbildungen und Qualifikationen steigen.

Weiter- und Fortbildungen im Bereich Edelsteinschleifer/-in

Nach der Ausbildung stehen Edelsteinschleifern/-schleiferinnen mehrere Möglichkeiten der Weiterbildung frei, wie zum Beispiel:

• staatlich geprüfte/r Gestalter/-in für Edelsteine
• Meister/-in
• Studium im Bereich Schmuckdesign

Mit dem Zusatz Meister/-in kann dann sogar in die Selbstständigkeit gegangen werden.

Ist der Beruf Edelsteinschleifer/-in von der Digitalisierung betroffen?

Maschinen und modernste Technik lassen die manuelle Arbeit immer wertloser erscheinen. Viele Arbeitsschritte fallen inzwischen weg, ein immer größer werdender Teil sind Überwachungstätigkeiten. Gerade in diesem Beruf, in welchem mit doch sehr wertvollen Rohstoffen gearbeitet wird, können Maschinen eine größere Präzession gewährleisten.

Diese Bereiche sind besonders stark betroffen und können mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft durch Maschinen ersetzt werden (Quelle: job-futuromat.iab.de):

• Schleifen der Edelsteine
• Polieren der Endprodukte
• Maschinen- und Anlagenführung
• Bohren und Sägen

Das sind die Jobs der Zukunft

Ist ein Berufsfeld von der Digitalisierung betroffen, dann müssen Alternativen her. Genau das passiert immer wieder auf dem Arbeitsmarkt. Die Welt ist im stetigen Wandel. Alte Berufe sterben aus oder werden modernisiert, was zur Folge hat, dass immer größere Arbeitsbereiche wegfallen. Die Jobs mit Zukunft machen sich die Digitalisierung jedoch zunutze und entstehen auf dieser Grundlage. Online Marketing, E-Commerce oder Augmented/Virtual Reality sind dabei nur einige Branchen, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben. Online Shops kannte man nur von großen Playern wie Amazon oder Zalando. Inzwischen hat die selbstständige Schmuckdesigner aus dem Nachbardorf vielleicht schon ihren eigenen Online Shop und die Nachfrage steigt von Tag zu Tag. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, diese neuen Bereiche mit geschultem Personal zu besetzen.

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