Orangensaft, Multivitaminsaft, Karottensaft – Als Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist man dafür verantwortlich, dass das Saftregal im Lebensmittelladen immer gefüllt ist. Doch Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und hat viele Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Berufe. Ist auch dieser Beruf gefährdet? Wir haben uns die Fakten mal ein wenig genauer angesehen:

Ausbildung und Anforderungen

Für die Ausbildung als Fachkraft für Fruchtsafttechnik sind 3 Jahre vorgesehen. In dieser Zeit verdienen die Auszubildenden zwischen 500€ und 700€. Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und im späteren Berufsleben gut aufgehoben zu sein, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Aufmerksamkeit
  • handwerkliches Geschick
  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Mathematik- und Physikkenntnisse

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Nachdem die Ausbildung beendet wurde, sind Fachkräfte für Fruchtsafttechnik für die Herstellung und Abfüllung von Obst- und Gemüsesäften verantwortlich.
Sie wählen dafür frisches Obst aus und verarbeiten dieses mit Fruchtsaftkonzentraten und Wasser zu den fertigen Säften. Sie sind also für die Auswahl der Rohstoffe zuständig und pressen diese aus. Mit Hilfe von Maschinen werden alle anderen Zutaten wie Zucker und Aromastoffe dazu gemischt und für eine längere Haltbarkeit pasteurisiert. Die fertigen Säfte füllen sie dann in Flaschen oder Kartons ab.
Strenge Hygienevorschriften beherrschen den Arbeitsalltag der Fachkräfte für Fruchtsaftherstellung. Sie überwachen, bedienen und reinigen die Maschinen permanent.
Arbeit finden Fachkräfte für Fruchtsafttechnik in der Fruchtsaftindustrie oder in der Obstweinherstellung. Dabei verrichten sie ihre Arbeit in Produktionshallen oder Lager- und Kühlräumen.

Durchschnittliches Jahresgehalt

Aktuell beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt ungefähr 32.000€ brutto. Diese Summe ist jedoch abhängig von Faktoren wir Berufserfahrung oder Unternehmensgröße und kann daher höher, aber auch geringer ausfallen.

Weiterbildungschancen und Perspektiven

Weiterbildungen verhelfen nicht nur zu mehr Geld, sondern vertiefen das Wissen in verschiedene Richtungen.
Als Getränkebetriebs- oder Industriemeister/-in können Führungsaufgaben wahrgenommen werden.
Auch ein Studium bietet sich, nach dem Erlangen der Hochschulzugangsberechtigung, an. Die Studiengänge Brauerei- oder Getränke- und Lebensmitteltechnologie können dabei interessant sein.

Fachkraft für Fruchtsafttechnik – Ein bedrohter Beruf?

Die Zukunft dieses Berufsbildes ist ungewiss. Fest steht allerdings eine Automatisierbarkeit von 90%. Eine hohe Rate im Hinblick auf die Digitalisierung, denn schon jetzt können 9 von 10 typischen Aufgaben von moderner Technologie übernommen werden (Quelle: job-futuromat.iab.de). Das heißt natürlich nicht, dass der Beruf mit absoluter Wahrscheinlichkeit aussterben wird. Jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, wann Tätigkeiten wegfallen, die vollkommen von Maschinen übernommen werden können. Dabei ist es möglich, dass neue Bereiche entstehen, die durch menschliche Arbeit bedient werden müssen.

Folgende Bereiche sind momentan besonders von der Digitalisierung betroffen:

  • Keltern
  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Pasteurisieren
  • Filtrieren
  • Pressen
  • Abfüllen
  • Arbeit nach Rezeptur
  • Verpacken

Jobs mit Zukunft

Neben der langen Liste der bedrohten Berufe befindet sich jedoch auch eine mindestens genauso lange Liste der Jobs mit Zukunft. Die Digitalisierung bringt jede Menge neue Bereiche und Branchen mit sich, die durch geschultes Fachpersonal besetzt werden müssen. Wer sich jetzt Gedanken um die eigene Zukunft macht, auf Grund eines bedrohten Berufes oder einfach, um sich ein zweites Standbein aufzubauen, der wird unweigerlich auf die Online-Branche stoßen. Kaum ein Unternehmen arbeitet noch ohne jegliche intelligente Technologie, sei es ein digitaler Geschäftsprozess oder aber hochmoderne Maschinen.

Unsere Kurse

Genau aus diesem Grund haben wir Weiterbildungskurse entwickelt, die eine Menge Vorteile mit sich bringen.
Ein großer Vorteil ist, dass alle Kurse online stattfinden. Sie können Ihrer beruflichen Tätigkeit also ganz normal weiter nachgehen und sich nebenbei weiterbilden. Sollten Sie zu einem der vereinbarten Termine für die Live-Vorlesungen einmal keine Zeit haben, dann können Sie den verpassten Stoff nacharbeiten, denn die Aufzeichnungen werden Ihnen zur Verfügung gestellt.
Sobald Sie Ihren Kurs erfolgreich beendet haben, erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat. Dieses Zertifikat ermöglicht Ihnen viele Karrierechancen.

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