Man bestellt etwas im Internet und 2 Tage später steht die Post mit dem gewünschten Paket Zuhause vor der Tür. Der Grund für diese schnelle Lieferung ist, neben den Paketzustellern, der Fachlagerist. Wir haben uns mal die Tätigkeiten dieser Arbeitnehmer angeschaut und, inwiefern der Beruf von der Digitalisierung bedroht ist:

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum/zur Fachlagerist/-in dauert in der Regel 2 Jahre. Sie löst die ehemalige Ausbildung Handelsfachpacker/-in ab. Die Auszubildenden verdienen in diesen Jahren ungefähr zwischen 500€ und 900€. Um die Ausbildung zu absolvieren bedarf es einiger Voraussetzungen und Anforderungen:

  • Gute körperliche Konstitution
  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Umsicht
  • Verantwortungsbewusstsein

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Als Fachlagerist/-in benötigt man sehr gute organisatorische Fähigkeiten. Sie prüfen anhand von Begleitpapieren die Art, Beschaffenheit und Mängel der Lieferungen und erfassen diese. Zu ihren Aufgaben gehört das Auspacken und Sortieren der Waren und die Gewährleistung der sachgerechten Lagerung. Fachlageristen/-lageristinnen sind allerdings nicht nur für die Annahme der Lieferungen zuständig sondern auch für den Versand von Waren. Dabei verpacken sie die Güter, füllen die nötigen Papiere dazu aus und sichern die Sendungen. Auch die Durchführung von Inventuren gehört zu ihren Aufgabenfeldern.
Fachlageristen/-lageristinnen finden in fast allen Branchen Beschäftigung. Meistens arbeiten sie im Lager, in Kühlhäusern oder in Fabrikhallen.

Was verdient ein/e Fachlagerist/-in?

Das durchschnittliche Jahresgehalt beträgt aktuell ungefähr 34.000€ brutto. Diese Summe ist jedoch abhängig von einigen Faktoren, wie beispielsweise von der Branche, in der gearbeitet wird oder von der Berufserfahrung. So kann dieser Betrag auch höher oder geringer ausfallen.

Welche Chancen hat man als Fachlagerist/-in?

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung hat man die Möglichkeit diese noch um 1 Jahr zu verlängern und die Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu absolvieren. Damit einhergehend wird man stärker in Planung und Organisation eingebunden.
Ein anderer Weg wäre die Meisterprüfung im Bereich Lagerlogistik, nach der man die Organisierung, Koordinierung und Überwachung der Lagerhaltung übernimmt.
Wie nach jeder Ausbildung gibt es auch die Möglichkeit ein Studium zu absolvieren, beispielsweise in der Betriebswirtschaft.

Bedrohter Beruf durch Digitalisierung?

Durch die Modernisierung vieler Arbeitsabläufe ist dieses Berufsbild schwer von der Digitalisierung betroffen. Dabei geht es allerdings nicht vorrangig darum, dass dieser Beruf generell aussterben wird, sondern eher um die einzelnen Tätigkeiten. So übernehmen Fachlageristen/-lageristinnen zunehmen eher Steuerungsaufgaben anstatt operativer Aufgaben. Das trägt dazu bei, dass einige Aufgabenbereiche wegfallen könnten. Laut Job-Futuromat sind 6 von 7 typischen Aufgaben durch modernisierte Technologien ausführbar.

Folgende Bereiche sind besonders betroffen:

  • Beladen, Entladen
  • Kommissionieren
  • Förderanlagen und Transportgeräte bedienen
  • Warenannahme, Wareneingangskontrolle
  • Bestandskontrolle (Lagerwirtschaft)
  • Verpacken

Jobs mit Zukunft

Während die Digitalisierung und Automatisierung mehr und mehr große Branchen verdrängt, erscheinen allerdings auch ganz neue Bereiche auf der Bildfläche, die sich einer immer größer werdenden Nachfrage erfreuen. Wie die Zukunft sich entwickelt kann nicht ganz genau vorhergesagt werden, jedoch geht der Trend deutlich in die Richtung der Berufsbilder, die sich gut an die Digitalisierungsprozesse anpassen können. Dabei kann man sich ziemlich sicher sein, dass diese Berufe nicht in den nächsten 20 oder 30 Jahren verdrängt werden, denn die moderne Technologie ist umfassend ausbaufähig.

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