Fluggerätebauer/-innen stellen nicht nur Flugzeuge her und montieren die einzelnen Teile, sondern warten und reparieren sie auch. Seit 1997 existiert dieser Beruf jedoch nicht mehr, denn er wurde von der neuen Berufsbezeichnung „Fluggerätmechaniker/-in abgelöst. Ist an dieser Modernisierung möglicherweise die Digitalisierung schuld? Wir haben uns die Fakten ein wenig genauer angesehen:

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung damals ging 3½ Jahre. Im Durchschnitt bewegte sich das Monatsgehalt der Auszubildenden zwischen 970€ und 1.250€. Allerdings waren einige Voraussetzungen erforderlich, um sich für diesen Beruf zu qualifizieren:

  • Mathematik- und Physikkenntnisse
  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Umsicht
  • Teamfähigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Geschicklichkeit

Typische Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Nachdem die Ausbildung abgeschlossen war, trugen Fluggerätbauer/-innen eine große Verantwortung für die Herstellung des Flugzeugs und der einzelnen Bauteile.
Sie erstellten Zeichnungen und Messungen und fertigten dann Bauteile, Baugruppen und Systeme für den Fluggerätbau an. Fluggerätebauer/-innen fügen diese einzelnen Komponenten durch Nieten, Schweißen oder Schrauben zusammen. Diese Arbeiten konnten teilweise von Hand, oft aber auch maschinell ausgeführt werden. Außerdem gehörte die Wartung und Reparatur der Fluggeräte ebenfalls zum Aufgabengebiet der Fluggerätbauer/-innen.
Sie fanden Beschäftigung in der Luftfahrt, im Linienflugzeugbau und im Flugzeug- und Raumfahrzeugbau.

Wie hoch war das Einkommen des Fluggerätebauers pro Jahr?

Das Jahreseinkommen eines/r Fluggerätebauers/-in lag bei rund 55.000€ brutto. Die Summe konnte, in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren wie Unternehmensgröße und Berufserfahrung, höher oder aber niedriger ausfallen.

Welche Auswirkungen hatte die Digitalisierung auf den Beruf des/der Fluggerätbauers/- in?

Die Digitalisierung setzt sich langsam in den verschiedensten Berufen durch. Entweder wurde der Beruf schon vom Arbeitsmarkt verdrängt oder es kam zu Modernisierungen der Ausbildungsinhalte, wie in diesem Fall: Der Beruf existiert nicht mehr und ist durch einen neuen Beruf ersetzt worden. Laut Job-Futuromat war diese Berufsbezeichnung zu 100% bedroht. Die Umbenennung unter dem Aspekt der Modernisierung dieses Berufs ist also auch ein Teil der Digitalisierung: Manuelle Arbeit wurde durch maschinelle Arbeit ersetzt, einige Tätigkeitsfelder wurden vollkommen entfernt und neue Maschinen mit viel mehr Funktionen übernahmen die Aufgaben der veralteten Maschinen.

Nachfolgend die Bereiche, die besonders stark von der Digitalisierung betroffen waren:

  • Aerodynamik
  • Flugzeugbau
  • Hydraulik
  • Faserverbundwerkstoffe
  • Flugzeugausrüstung
  • Kunststoffverarbeitung
  • Blechbearbeitung

Jobs mit Zukunft

Neben einer langen Liste mit bedrohten Berufen gibt es jedoch eine mindestens ebenso lange Liste der Jobs mit Zukunft. Oftmals wird die Digitalisierung in Bezug auf den Arbeitsmarkt als negativ abgetan und in den Bereichen Technik als ausschließlich positiv anerkannt. Diese beiden Aspekte können sich aber auch vereint auf den Arbeitsmarkt übertragen lassen und bringen nicht nur negative Auswirkungen mit sich. So entstehen Bereiche, die sich in den letzten Jahren einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Online Marketing, E-Commerce und Augmented/Virtual Reality sind dabei nur wenige Branchen, die durch die Digitalisierung einen Aufschwung erlebt haben. Die Nachfrage wächst immer weiter. So ist es also in erster Linie notwendig, Personal für diese Stellen zu schulen und ihnen das Potenzial aufzuzeigen. Denn wie heißt es so schön? „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“

Unsere Kurse

Aus diesem Grund haben wir eine Reihe von Weiterbildungskursen entwickelt, mit denen Sie fit in die digitale Zukunft starten können. Ihr Beruf ist von der Digitalisierung bedroht? Sie möchten sich beruflich umorientieren? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. In Kooperation mit der HSB Akademie bieten wir unsere Kurse komplett online an. So können Sie sich flexibel neben Kind und ihrem aktuellen Beruf weiterbilden. Mit Hilfe unserer modernen Lernplattform startIQ ist es Ihnen möglich, sich mit anderen Teilnehmern und Dozenten zu vernetzen. So können aufkommende Fragen schnell geklärt werden.
Ein weiterer Vorteil ist das anerkannte IHK-Zertififkat, welches Sie nach dem erfolgreichen Beenden Ihres Wunschkurses erhalten.

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