Erlenmeyerkolben und Reagenzgläser – bekannte Begriffe aus dem Chemielabor. Diese Glasapparate wurden bis zum Jahre 1983 von Glasapparatebläsern/-bläserinnen hergestellt. Dann wurde der Beruf von der Bezeichnung Glasapparatebauer/-in abgelöst. Ein relativ eindeutiger Grund für die Modernisierung des Berufs ist die Digitalisierung, welche sich durch nahezu alle Branchen zieht. Wir haben uns angesehen, welche Tätigkeiten zum Berufsalltag gehörten und, welche möglicherweise durch moderne Maschinen abgelöst werden konnten.

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung als Glasapparatebläser/-in dauerte 3 Jahre. Das Durchschnittsgehalt der Auszubildenden belief sich dabei auf 600€ bis 800€. Für diese Ausbildung war es notwendig, über einige Voraussetzungen zu verfügen:

  • Handwerkliche Fähigkeiten
  • Sicherheit und Hygiene
  • Ausdauer

Was waren die Tätigkeitsbereiche und typischen Branchen eines/einer Glasapparatebläsers/-in?

Zum Zeitpunkt dieses Berufs waren die Technologien tatsächlich nicht so fortschrittlich wie heute. Die meiste Arbeit wurde noch von Hand erledigt. Im Allgemeinen war ein/e Glasapparatebläser/-in für die Entwicklung spezifischer Glaskomponenten und Laborgeräte wie Reagenzgläser und Kolben verantwortlich. Die Hauptaktivität eines/einer Glasapparatebläsers/-in bestand darin, Glas zu blasen und in die gewünschte Form zu bringen. Außerdem bestimmten sie die verschiedenen Glastypen und untersuchten notwendige Wärme, Chemikalien und Vakuum. Nachdem der Glasblasprozesse abgeschlossen war, untersuchten sie die fertigen Produkte hinsichtlich möglicher Mängel, lagerten sie oder stellen sie dem Kunden bereit.
Beschäftigung fanden Glasapparatebläser/-innen in Werkstätten.

Wie viel verdienten Glasapparatebläser/-innen im Schnitt jährlich?

Das durchschnittliche Jahresgehalt eines/einer Glasapparatebläsers/-bläserin betrug 32.000€ brutto. Je nach Berufserfahrung und Unternehmensgröße konnte diese Summe allerdings variieren.

Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten

Weiterbildung und Ausbildung stellen immer eine Chance für einen Karrieresprung dar. Daher ist es in vielen Fällen von Vorteil, nach Abschluss der Ausbildung eine Weiterbildung zu absolvieren. So gab es die Möglichkeit als Techniker/-in auf dem Gebiet der Glastechnologie Fuß zu fassen.
Außerdem konnte auch ein Studium der Glastechnik eine erstrebenswerte Art der Weiterbildung darstellen.

Glasapparatebläser/-in – Ein bedrohter Beruf?

Wie zu Beginn schon erwähnt, wurde dieser Beruf bereits durch die neue Bezeichnung Glasapparatebauer/-in ersetzt. Relativ offensichtlich ist bei der näheren Betrachtung der Berufsbezeichnungen, dass lediglich das „Blasen“ ausgetauscht wurde. Daraus lässt sich schließen, dass die Glasprodukte nach der Modernisierung nicht mehr von Hand geblasen werden mussten, sondern dies inzwischen eine Maschine übernehmen kann. Das ist jedoch nicht die einzige Tätigkeit, die maschinell ausgeführt werden kann. Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierbarkeit in diesem Beruf bei 100%. Das heißt, dass alle typischen Tätigkeiten von modernen Maschinen übernommen werden können.

Dabei geht es um folgende Bereiche:

  • Glasapparatebau
  • Glasschmelzen
  • Skalen anbringen (Thermometer, Glasapparate)
  • Glasblasen
  • Heißverformen (Glas)
  • Justieren

Jobs mit vielversprechender Zukunft

Die Berufswelt verändert sich ständig und wirkt sich direkt auf die Nachfrage nach Arbeitsplätzen aus. Aufgrund der Digitalisierung werden immer mehr Arbeitsplätze verdrängt, weil die menschliche Arbeitskraft einfach nicht mehr in der Form benötigt wird, wie es noch vor einigen Jahren war. Gleichzeitig entstehen allerdings neue Arbeitsplätze, die geschultes und qualifiziertes Personal benötigen. Vor allem Informations- und Kommunikationsbereiche oder das Online Marketing sind Branchen, in denen die Nachfrage in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Immer mehr Unternehmen setzen auf Marketingmaßnahmen, die sich teilweise nur noch im Internet abspielen. Momentan sind dies aber auch einfach die Maßnahmen, die von den meisten Usern gesehen und genutzt werden.

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