Ein Computer läuft nicht ohne seinen Mikrochip. Hier passt das Sprichwort „Klein aber fein“ perfekt. Mikrotechnologen/-technologinnen sind dafür zuständig, diese Chips mit Leben zu erfüllen. Doch wie sieht die Zukunft dieses Berufsbildes vor dem Hintergrund der Digitalisierung aus? Wir haben uns das Ganze mal ein wenig näher angesehen:

Ausbildung und Voraussatzungen

Für die Ausbildung zum Mikrotechnologen/-technologin sind 3 Jahre Lehrzeit in der Industrie erforderlich. In dieser Zeit verdienen die Azubis zwischen 800€ und 1000€ monatlich. Um in diesem Beruf in der Ausbildung und im folgenden Berufsleben erfolgreich zu sein, sollten einige Anforderungen beachtet werden:

  • Logisches Denken
  • Sorgfalt
  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • Auge-Hand-Koordination
  • Geschicklichkeit
  • Fingerfertigkeit
  • mathematische Fähigkeiten

Typische Aufgabenfelder und Einsatzbereiche eines/einer Mikrotechnologen/-technologin

Nachdem die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, sind Mikrotechnologen/-technologinnen für die Herstellung von Halbleiterprodukten oder Schaltungsträgern verantwortlich.
Dabei differenziert man jedoch zwischen den Schwerpunkten Halbleitertechnik und Mikrosystemtechnik. Die Spezialisierung erfolgt im letzten Jahr der Ausbildung.
Allgemein gesagt stellen Mikrotechnologen/-technologinnen alle für die Fertigung notwendigen Arbeitsstoffe bereit. Auch die Maschinenbedienung mit Wartung Reparatur fällt in ihren Aufgabenbereich. Sie ätzen die Löcher in die Platten, aus denen später die Chips bestehen, bringen die Kontakte an und beschichten die Oberflächen.
In erster Linie arbeiten Mikrotechnologen/-technologinnen in der Herstellung elektronischer Bauteile oder in Forschungsgesellschaften. Ihre Arbeit verrichten sie dann in Hallen, Werkstätten oder Laboren.

Bruttojahresgehalt

Aktuell liegt das durchschnittliche Jahresgehalt eines/einer Mikrotechnologen/-technologin bei 36.000€ brutto jährlich. Diese Summe ist jedoch abhängig von einigen Faktoren, beispielsweise von der Berufserfahrung oder der Branche, in die der/die Arbeitnehmer/-in tätig ist und kann deshalb höher, aber auch geringer ausfallen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Wenn nach der Ausbildung der Karriereweg noch nicht beendet sein soll, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden.
Als technische/r Fachwirt/-in sind dann Aufgaben in der mittleren oder sogar oberen Führungseben Teil des beruflichen Alltags. Sowohl planende als auch kaufmännische Aufgaben zählen zu den Tätigkeiten.
Mit der Prüfung zum/zur Industriemeister/-in sind Aufgaben als Führungsposition in der Planung eines Betriebes der Elektroindustrie möglich.
Auch ein Studium kann im Anschluss absolviert werden. Ein möglicher Studiengang dabei wäre Mikrotechnik.

Mikrotechnologe/-technologin – ein bedrohter Beruf?

Auch dieser Beruf bleibt nicht von der Digitalisierung verschont. Auch wenn es den Anschein macht, dass immer mehr von diesen Mikrochips benötigt werden, weil neue und moderne Geräte auf den Markt kommen. Der Knackpunkt dabei ist jedoch, dass die Techniken, mit denen diese Chips hergestellt werden, teilweise schon von Maschinen übernommen werden können. Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierbarkeit in diesem Beruf bei 83%. Durch die moderne Technologie wird auch die Produktivität gesteigert, denn mehr Geräte verlangen mehr Chips und eine Massenproduktion kann mit Maschinen eher gewährleistet werden als mit manueller Arbeit.

Diese Bereiche sind besonders von der Digitalisierung betroffen:

  • Bonden
  • Mikrochipfertigung
  • Halbleitertechnik
  • SMD-Technik (Surface Mounted Devices – Oberflächenmontage)
  • Mikrosystemtechnik

Perspektiven und Jobs mit Zukunft

Doch die Digitalisierung hat nicht nur Nachteile für den Arbeitsmarkt. Sie schafft letztendlich viele neue Möglichkeiten, sich anders zu orientieren. Oftmals bedeuten diese neuen Bereiche auch eine Verbesserung der Lebensqualität. Schwere und ungesunde Arbeitsbedingungen fallen mehr und mehr weg und werden durch körperlich weniger belastende Arbeitsplätze ersetzt.
Der Bereich des E-Commerce gewinnt immer mehr an Nachfrage, ähnlich sieht es im Online und Content Marketing aus. Unternehmen verlagern zunehmend ihr Geschäft auf eine makellose Onlinepräsenz, was natürlich voraussetzt, dass es Arbeitnehmer/-innen gibt, die Profis auf diesem Gebiet sind.

Unsere Kurse

Um einer möglichen Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken, haben wir eine Reihe von Weiterbildungsangeboten erschaffen. Mit unseren Kursen können Sie sich ganz bequem von zu Hause aus oder aus dem Büro weiterbilden, denn sie finden vollkommen digital statt.
Außerdem erhalten Sie einen lebenslangen Zugriff auf die Lerninhalte, somit können Sie Ihr neu erlangtes Wissen jederzeit wiederauffrischen.
Alle Teilnehmer erhalten, nachdem der ausgewählte Kurs erfolgreich abgeschlossen wurde, ein IHK-Zertifikat, mit welchem sich attraktive Zukunftaussichten eröffnen.

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