Ein Glas frische Milch versetzt einen direkt in das Szenario auf einer riesigen Weide zu stehen, im Hintergrund sieht man die Berge. Doch wie wird die Milch so lange haltbar gemacht, dass man sie problemlos mehrere Tage oder Wochen lagern oder im Supermarkt kaufen kann? Milchtechnologen/-technologinnen sind für diese Arbeitsschritte zuständig. Die Digitalisierung wird allerdings auch in diesem Bereich spürbar und macht die Zukunft des Berufs unsicher. Wir haben uns etwas genauer mit dem Thema beschäftigt:

Ausbildung und Voraussetzungen

Um ein/e gelernte/r Milchtechnologe/-technologin zu werden, ist eine dreijährige Ausbildung notwendig. Während diesen Jahren können die Auszubildenden zwischen 800€ und 1000€ monatlich verdienen. Für diese Ausbildung sind einige Anforderungen zu erfüllen:

  • Sorgfalt
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • Technisches Verständnis
  • Mathematikkenntnisse

Typische Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Zu den typischen Tätigkeiten eines/einer Milchtechnologen/-technologin gehört die Überprüfung der Milch, nachdem sie geliefert und anschließend verarbeitet wurde. Außerdem sind sie für die Bedienung der Maschinen zuständig. Von Reifungsbehältern über Abfüllanlagen bis hin zu den Trocknungsanlagen beobachten, warten und reinigen Milchtechnologen/-technologinnen diese. Sollte es zu Störungen oder Ausfällen kommen, dann beheben sie die Fehler. Um die Qualität der Milch, Butter oder des Käses zu gewährleisten oder Mindeshaltbarkeitdaten zu überprüfen, entnehmen sie dem Fließband regelmäßig Proben. Diese Ergebnisse werden dokumentiert und helfen dann bei einer eventuellen Nachverfolgung.
Beschäftigung finden sie in Milch verarbeitenden Betrieben. Dabei verrichten sie ihre Arbeit in Abfüllhallen oder Laberräumen.

Durchschnittliches Gehalt

Momentan liegt das durchschnittliche Jahresgehalt, das Milchtechnologen/-technologinnen verdienen, bei 42.000€ brutto. Je nach Berufserfahrung oder Unternehmensstandort kann diese Summe allerdings höher, aber auch geringer ausfallen.

Weiterbildungen

Sobald die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde gibt es verschiedenen Möglichkeiten, die Karriere weiter voranzutreiben. Als Molkereimeister/-in kann man, neben der fachlichen Vertiefung, auch Führungspositionen übernehmen. Als Techniker/-in der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen wird sich auf die technischen Prozesse konzentriert und teilweise bei der Entwicklung neuer Produkte unterstützt.

Milchtechnologe/-technologin – Bedroht die Digitalisierung diesen Beruf?

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Job-Futuromat (job-futuromat.iab.de) liegt in diesem Berufsbild eine Automatisierbarkeit von 90% vor. Das heißt, dass so gut wie alle typischen Tätigkeiten eines/einer Milchtechnologen/-technologin Maschinen ausführen können. Die menschliche Arbeitskraft verliert mehr und mehr an Bedeutung. Oftmals werden nur noch Überwachungstätigkeiten ausgeführt, während die Maschine alle notwendigen Arbeitsschritte durch eine vorherige Programmierung von selbst erledigen kann. Diese eben angesprochenen 90% bedeuten allerdings nicht, dass der Beruf vollständig vom Markt verschwinden wird. Wie die Zukunft des Berufs aussieht, ist ungewiss. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch die Tatsache, dass sich die Aufgabenfelder und die Notwendigkeit des Menschen als Arbeitskraft wandeln werden.

Diese Bereiche sind besonders stark betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Milchverarbeitung
  • Zentrifugieren
  • Verpacken
  • Käseherstellung
  • Milchkulturenherstellung
  • Pasteurisieren
  • Arbeit nach Rezeptur
  • Warenannahme, Wareneingangskontrolle

Welche Jobs haben eine Zukunft?

Während man sich so Gedanken über die eigene berufliche Zukunft macht, steht man unweigerlich vor der Frage: Welche Jobs haben überhaupt eine Zukunft? Denn die Digitalisierung bringt nicht nur negative Folgen mit sich. Sie eröffnet neuen Bereichen die Chance, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Betrachten wir das Beispiel E-Commerce: Früher kannte man Online Shops von den großen Händlern wie Amazon oder Zalando. Heute hat vielleicht schon die selbstständige Näherin aus dem Nachbardorf einen eigenen Online Shop. Ähnlich verhält es sich mit dem Bereich des Online Marketing. Unternehmen, die ihre Onlinepräsenz für „unwichtig“ halten, werden in ein paar Jahren die negativen Auswirkungen spüren. Es spielt keine Rolle, welche Branche man betrachtet. Kaum jemand informiert sich noch außerhalb des Internets über möglich Dienstleister und Produkte: Die Öffnungszeiten des Arztes, die Preise beim Frisör, die Produktpalette des Baumarktes. Die sozialen Medien beherrschen den Alltag vieler Menschen und bieten hervorragende Möglichkeiten für Platzierung des eigenen Unternehmens.

Unsere Kurse

Im Zuge dessen haben wir einige Weiterbildungskurse entwickelt, mit denen Sie in der Online Branche, im Content-Bereich oder in Augmented/Virtual Reality voll durchstarten können. Melden Sie sich noch heute zu Ihrem Wunschkurs an und sichern Sie Ihre Zukunft!

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