Pharmakanten/Pharmakantinnen  werden mit der Gesundheitsbranche in Verbindung gebracht, die mit der Zusammensetzung von Arzneimitteln arbeiten. Die fortschreitende Digitalisierung kann die Anforderungen an das Arbeits- und Berufsprofil in diesem Beruf verändern. Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Digitalisierung diesen Beruf beeinträchtigen wird. Wir haben uns die Fakten und Zahlen dieses Berufsfeldes  mal etwas genauer angeschaut.

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung zum/zur Pharmakanten/Pharmakantin dauert 3,5 Jahre. Während dieser Ausbildungszeit liegt das durchschnittliche Gehalt zwischen 900 und 1200 Euro. Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, müssen Sie über die folgenden Fähigkeiten verfügen:

  • Sorgfalt
  • Technisches Verständnis
  • Chemisches und physikalisches Verständnis
  • Geschicklichkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein (Sicherheitsmaßnahmen, Hygiene)

Für welche Aktivitäten und Anwendungsbereiche ist ein/e Pharmakant/-in verantwortlich?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist ein/e Pharmakant/-in für die Herstellung und Verpackung von Arzneimitteln in Form von Pulver, Tabletten oder Ampullen entweder manuell oder mit den entsprechenden Maschinen verantwortlich. Sie müssen die getrockneten Zutaten wiegen und die Medikamente kontrollieren, indem sie die medikamentösen Therapien überwachen. Außerdem beraten sie andere Angehörige der Gesundheitsbranche, wie sicher und effektiv sie das Arzneimittel anwenden können. Dabei dürfen sie nicht nur in einem Medizinunternehmen arbeiten sondern können auch in Bereichen der Industrie, Forschung, des Großhandels oder des Militärs tätig sein. Ihr Arbeitsplatz befindet sich hauptsächlich im Labor- und Produktionsbereich.

Was verdient ein/e Pharmakant/-in?

Je nach Arbeit und Erfahrung können ausgelernte Pharmakanten/Pharmakantinnen ungefähr 50.000€ brutto verdienen. Diese Summe ist allerdings nur eine Schätzung, die je nach Branche, in der sie arbeiten, niedriger aber auch höher ausfallen kann.

Karrieremöglichkeiten und zukünftige Weiterbildungen

Nach der Ausbildung können sich die Pharmakanten/Pharmakantinnen weiterbilden, um sich in ihrem Berufe zu spezialisieren.
Als staatlich geprüfte/r Techniker/-in der Fachrichtung Chemietechnik mit dem Schwerpunkt Biochemie können Aufgaben in der Forschung, Entwicklung und Produktion biochemischer Erzeugnisse erledigt werden.
Eine weitere Möglichkeit der beruflichen Qualifizierung ist der/die Industriemeister/-in der Fachrichtung Pharmazie. Sie planen, steuern und kontrollieren Herstellungs- und Arbeitsprozesse und prüfen die Produkte auf ihre Qualität. Eine Nebentätigkeit dabei ist auch die Personalplanung.
Wie nach vielen Ausbildungen besteht auch die Möglichkeit ein Studium zu absolvieren, sofern die dafür benötigte Hochschulzugangsberechtigung erworben wurde. Mögliche Studiengänge sind beispielsweise Pharmazie oder Pharmatechnik.

Gefährden Digitalisierung und Automatisierung dieses Berufsbild?

Die typischen Aufgaben eines/einer Pharmakantens/Pharmakantin basieren sehr auf technischer Grundlage. Maschinen spielen im Berufsalltag eine ausschlaggebende Rolle, woraus geschlossen werden kann, dass der Beruf leichte Beute für die Digitalisierung ist. Untermauert wird diese Tatsache mit einigen Zahlen: Laut Job-Futuromat liegt die Automatisierung dieses Berufes bei 88%. Natürlich hängt diese Zahl davon ab, wie oft die Arbeitsnehmer in bestimmten Bereichen, maschinelle oder händisch zu erledigende Aufgaben, arbeiten. Auch werden sich durch die Digitalisierung neue Tätigkeiten eröffnen. Fest steht jedoch, dass früher oder später die meisten Bereiche durch die neuesten Technologien ersetzt werden können.

Folgende Bereiche sind dabei besonders stark gefährdet:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Verpackungstechnik
  • Extrahieren, Extraktgewinnung
  • Probenahme
  • Chemische Untersuchungs- und Messverfahren
  • Arzneimittelproduktion
  • Physikalische Mess- und Prüfverfahren

Jobs mit Zukunft

Obwohl dieser Beruf vorerst noch einen gewissen Spielraum hat, ist die Zukunft ungewiss. Pharmakanten/Pharmakantinnen haben viele Beschäftigungsmöglichkeiten, die auch in dieser ungewissen Zukunft noch beständig sind. Da die Digitalisierung in bestimmten Bereichen einige hervorragende Möglichkeiten eröffnen wird, verlagern sich die Schwerpunkte zunehmend auf andere Branchen. Ein gutes Beispiel für eine der neuen Branchen, die in den letzten Jahren stark an Nachfrage zugenommen haben, ist der Online-Bereich. Für den Großteil der Bevölkerung ist das Internet fester Bestandteil des Alltags, was die perfekte Grundlage für die weitere Entwicklung der Digitalisierung darstellt.
Immer mehr Unternehmen, ganz egal, ob große oder kleinere Unternehmen, setzen auf Onlinemarketing-Strategien. Um sich in einem wettbewerbsintensiven Markt von der Konkurrenz abzuheben, stellt das Internet eine große Chance dar.

Unsere Kurse

Aufgrund der aussterbenden Berufe bieten wir einige Kurse an, um Ihnen den Weg in eine digitale Zukunft zu ebnen. Mit unseren Weiterbildungsangeboten bekommen Sie die Möglichkeit, sich einen Plan B für eine abgesicherte Zukunft zu erarbeiten, denn der große Vorteil unserer Kurse ist, dass sie sich berufsbegleitend neben Ihrem Beruf weiterbilden können. Mit Hilfe unserer modernen Lernplattform startIQ können Sie an den Online-Vorlesungen teilnehmen, in denen branchenerfahrenen Dozenten die praxisnahen Inhalte vermitteln. So könne Sie zeitflexibel und ortsunabhängig Ihre Karriere vorantreiben.
Nach dem erfolgreichen Beenden der Weiterbildung erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, mit welchem sich Ihnen attraktive Chancen für die Zukunft eröffnen.

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