Die chemische Industrie zählt zu den wichtigsten Industriezweigen in der Gesellschaft. Für die Herstellung unzähliger Alltagsprodukte, von Kosmetikartikeln bis zu Medikamenten, werden allerlei chemische Stoffe benötigt. An dieser Stelle kommen dann die Produktionskräfte Chemie ins Spiel. Aber was sind spezifische Aufgaben in diesem Berufsfeld und inwiefern ist der Beruf von der Digitalisierung betroffen? Wir haben uns die Fakten mal angesehen:

Ausbildungsdauer und Anforderungen

Für die Produktionsfachkraft Chemie in der Industrie ist eine 2-jährige anerkannte Ausbildung erforderlich. Das Gehalt während der Lehrzeit liegt dabei zwischen 950€ und 1200€. Wenn die Auszubildenden während der Ausbildung erfolgreich sein möchten, sollten sie über folgenden Fähigkeiten verfügen:

  • Sorgfalt
  • Geschicklichkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Technisches Verständnis
  • Chemie- und Physikkenntnisse

Tätigkeitsbereiche und Anwendungsbereiche einer Produktionsfachkraft Chemie

Nach der erfolgreichen Beendigung der Ausbildung sind die Produktionsfachkräfte Chemie für die Betriebssysteme für chemische Produktions- und Verarbeitungsprozesse verantwortlich. Mit Hilfe von bestimmten Rezepturen stellen sie Mischungen für Düngemittel oder Farben her.
Dabei sind sie meistens für die Produktionsanlagen in Produktionshallen zuständig. Die richtige Einstellung und Funktionsweise der Maschinen werden überprüft und Fehler oder Abweichungen analysiert und behoben.
Produktionsfachkräfte Chemie können jedoch auch in Entwicklungslaboren tätig sein. Hier spielen das Mischen von Chemikalien, die Lagerung und Verpackung dieser und Überprüfung eine ausschlaggebende Rolle.
Beschäftigung finden die Arbeitnehmer in Unternehmen der chemischen oder pharmazeutischen Industrie, allerdings auch bei Herstellern von Farben und Lacken. Ihr Arbeitsplatz befindet sich dementsprechend in Produktionshallen, Laboren oder Lagerräumen.

Wie viel verdient eine Produktionsfachkraft Chemie?

Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt aktuell bei ungefähr 50.000€ brutto. Diese Summe hängt jedoch von einigen Faktoren wie Berufserfahrung oder Branche ab und kann höher aber auch geringer ausfallen.

Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten

Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten stellen eine Grundlage dafür dar, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern.
Als Techniker/-in können die technischen Kenntnisse vertieft und mehr Verantwortung übernommen werden.
Eine noch höhere Stufe als die Weiterbildung zum/zur Technikerin stellt der/die Meister/-in dar.
Natürlich kann nach dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung auch ein Studium absolviert werden. Für diese Art der Weiterbildungen können Studiengänge wie Chemie oder Verfahrenstechnik in Frage kommen.

Wird die Digitalisierung diesen Beruf bedrohen?

Die Fakten zeigen, dass auch dieses Berufsbild von der Digitalisierung betroffen ist. Laut Job-Futuromat besteht eine 100%ige Automatisierbarkeit, was daraufhin deutet, dass alle typischen Tätigkeiten einer Produktionsfachkraft Chemie früher oder später durch moderne Maschinen ersetzt werden können. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieser Beruf vollkommen aussterben wird. Auch wenn einige Aufgabenbereiche wegfallen werden, so wird die Digitalisierung neue Aufgabenbereiche mit sich bringen, die anstelle der alten eine hohe Relevanz bekommen werden.

Diese Bereiche sind dabei ganz besonders betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Chemische Untersuchungs- und Messverfahren
  • Probenahme
  • Chemische Verfahrenstechnik

Jobs, die eine glänzende Zukunft haben

Mit der Modernisierung der Welt werden auch die Berufsbilder modernisiert. Alltägliche aber auch spezielle Bereiche in der Wirtschaft und Gesellschaft laufen zunehmend digital und intelligent ab, was die Bedeutung der menschlichen Arbeitskraft mehr und mehr in Frage stellt. Während teilweise Berufe schon „ausgestorben“ sind, weil sie mit der Zeit neu geordnet wurden und die Tätigkeitsbereiche andere Prioritäten aufweisen, so entstehen nach und nach komplett neue Berufsfelder. Der Schlüsselbegriff dabei ist „online“. Die Online-Branche erfreut sich einer stark wachsenden Nachfrage und das nicht ohne Grund, denn diese Branche ist zukunftsorientiert. Sie bietet ein große Bandbreite von Jobs, die auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. So sind Teile wie Online Marketing oder E-Commerce sehr beliebt und bieten viel Raum für mögliche Weiterbildungsmaßnahmen.

Wie helfen Ihnen unsere Kurse?

Um Ihnen den Start in Ihre neue berufliche Zukunft so leicht wie möglich zu machen, haben wir eine Reihe von Weiterbildungskursen entwickelt. Unsere Kurse finden online statt, so können Sie berufsbegleitend vollkommen zeitflexibel und ortunabhängig teilnehmen. Mit wöchentlichen Live-Vorlesungen werden die praxisnahen Inhalte von unseren branchenerfahrenen Dozenten vermittelt. Sollten Sie zu den Terminen keine Zeit haben, dann bekommen Sie die Möglichkeit die Vorlesung auf unserer modernen Lernplattform startIQ nachzuarbeiten.
Nach dem erfolgreichen Beenden des Kurses erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, mit welchem sich Ihnen attraktive berufliche Perspektiven eröffnen.

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