Der Beruf Stricker/-in ist ein ehemaliger Ausbildungsberuf, der seit 2011 nicht mehr existiert. Die neue Berufsbezeichnung „Textilgestalter/-in im Handwerk“ löste ihn ab. Ob die Digitalisierung maßgeblich Einfluss auf die Modernisierung des Berufs hatte, haben wir uns im Folgenden etwas genauer angesehen:

Ausbildung und Anforderungen

Dieser‌ ‌Beruf‌ ‌erforderte‌ ‌3‌ ‌Jahre‌ ‌ ‌Ausbildung‌ ‌im‌ ‌Handwerk. Das‌ ‌durchschnittliche‌ ‌Gehalt,‌ ‌das‌ ‌ein‌ ‌Auszubildender‌ ‌während‌ ‌dieser Zeit‌ ‌verdienen konnte,‌ ‌lag‌ ‌zwischen‌ ‌500€‌ ‌und‌ ‌750‌ €‌.‌ Für die Ausbildung war von Vorteil, wenn man einige Voraussetzungen erfüllen konnte:

  • Beobachtungsgenauigkeit
  • zeichnerische Fähigkeiten
  • Mathematikkenntnisse
  • Fingerfertigkeiten‌ ‌
  • Sinn‌ ‌für‌ ‌Mode‌ ‌

Einsatzbereiche und Tätigkeiten

Nach‌ ‌Abschluss‌ ‌der‌ ‌Ausbildung stellten Stricker/-innen Kleidungsstücken‌ ‌wie‌ ‌Pullover, ‌Westen‌ ‌oder‌ ‌Jacken‌ ‌her.
Bevor‌ ‌sie‌ ‌mit‌ ‌ihrer‌ ‌Arbeit‌ ‌beginnen konnten, ‌ führten sie Kundengespräche. Dabei wurde die Auswahl des Garns, des Schnittes und der Farben festgelegt. Mit dieser Auswahl machten die Stricker/-innen sich daran die Muster vorzubereiten. Sie berechneten das notwendige Material und bestückten die Maschinen mit den jeweiligen Stoffen. Die Maschinenüberwachung sowie die Kontrolle der Endprodukte hinsichtlich Fehler und Mängel fallen ebenfalls in ihren Aufgabenbereich.  ‌
Beschäftigung fanden Stricker/-innen in der‌ ‌Textilindustrie‌ ‌und‌ ‌in Strickereien. ‌ ‌

Bruttojahresgehalt

Jährlich konnten Stricker/-innen rund ‌32.000‌‌€ brutto verdienen.‌ ‌Diese Summe war jedoch abhängig von Berufserfahrung, Unternehmensgröße und Unternehmenstandort, und konnte geringer, aber auch höher ausfallen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Sollte der Wissendurst nach der Ausbildung noch nicht gestillt worden sein, gibt es die Möglichkeit, sich weiterzubilden. ‌
Nach‌ ‌Abschluss‌ ‌der‌ ‌Ausbildung‌ konnte man beispielsweise als Techniker/-in der Fachrichtung Textiltechnik oder als Textildesignmeister/-in ‌agieren. Mit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung konnte außerdem ein Studium in Richtung Textildesign oder Textil- und Bekleidungstechnologie in Betracht gezogen werden.

Auswirkung der Digitalisierung auf den Beruf Stricker/-in

Der Digitalisierung fallen viele Berufe zum Opfer. Mit der voranschreitenden Technologie und modernen Maschinen, die die manuelle Arbeit immer weiter in den Hintergrund drängen, landen viele Berufe auf der Liste der bedrohten Berufe. Beim Beispiel Stricker/-in liegt es also auf der Hand, dass dieser Beruf nicht mehr existiert, weil die Digitalisierung viele Modernisierungen mit sich gebracht hat. Laut Job-Futuromat, ein Tool für den Automatisierbarkeits-Check, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass moderne Maschinen früher oder später die Arbeit übernehmen können, bei 75%. Da in diesem Beruf tatsächlich seit 2011 nicht mehr ausgebildet wird, ist hier klar, dass die Digitalisierung große Schuld trägt. Mit der neuen Berufsbezeichnung „Textilgestalter/-in im Handwerk“ kann sich auf eine von 6 verschiedenen Schwerpunkten spezialisiert werden. Unter anderem findet sich da auch der Bereich des Strickens wieder.

Folgende Bereiche waren besonders stark von der Digitalisierung betroffen:

  • Schnitttechnik
  • Stricken
  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Strickvorrichten
  • Maschineneinrichtung, Anlageneinrichtung
  • Maschenwaren

Jobs mit Zukunft

Das‌ ‌Aufkommen‌ ‌der‌ ‌Modernisierung‌ ‌und‌ ‌die‌ ‌Weiterentwicklung‌ von allen denkbaren ‌Techniken‌ ‌haben‌ ‌dazu‌ ‌geführt,‌ ‌dass‌ ‌mehr‌ ‌Menschen‌ ‌um‌ ‌die‌ ‌Sicherheit‌ ‌ihrer‌ ‌Arbeitsplätze‌ ‌bangen müssen.‌ Sehr oft werden, hinsichtlich des Arbeitsmarktes, jedoch nur die Nachteile der Digitalisierung diskutiert: Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Menschheit wird faul. Der Mensch wird transparent.
Neben diesen doch schon recht schwerwiegenden Nachteilen gibt es allerdings auch viele Vorteile, die die Digitalisierung mit sich bringt. Sie öffnet Bereichen die Tür, die noch relativ frisch am Arbeitsmarkt sind. Relevante Beispiele dafür wären die Online-Branche mit E-Commerce und Online Marketing. Das World Wide Web bietet unglaublich viele Möglichkeiten, und genau dieses gilt es zu nutzen. Unternehmen kommen nicht mehr drumherum, sich im Internet zu präsentieren, da ein Zeitalter angebrochen ist, in dem man sich fast ausschließlich nur noch über das Internet informiert. Bei der Masse an Informationen, die man tagtäglich generieren kann, ist es schwer, sich von der Konkurrenz abzuheben. Und genau aus diesem Grund werden Spezialisten benötigt, die qualifiziert dafür sind, das eigene Unternehmen auf die erste Seite der Google-Suchergebnisse zu bringen.

Unsere Kurse

Und hier kommen wir ins Spiel. Wir haben eine Reihe von Weiterbildungskursen entwickelt, mit denen sie fit in eine moderne und digitale Zukunft starten können. Sie überlegen sich umzuorientieren oder haben Angst um Ihren Arbeitsplatz? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere Kurse finden online statt, so haben sie die Möglichkeit, sich vollkommen flexibel von Ort und Zeit weiterzubilden. Sollten Sie es an einem der vereinbarten Vorlesungstermine einmal nicht schaffen teilzunehmen, können Sie den Stoff ganz einfach nacharbeiten. Die Aufzeichnungen der Vorlesungen werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Neben diesen vielen Vorteilen gibt es jedoch noch einen ganz entscheidenden Punkt: Nach erfolgreichem Beenden Ihres Wunschkurses erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat. Mit dieser Auszeichnung haben Sie ganz neue Möglichkeiten am Arbeitsmarkt.

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