Man steht im Laden vor dem Süßwarenregal und kann sich nicht entscheiden – Unzählige Variationen, von Schokolade bis Gummibärchen, in den unterschiedlichsten Farben und Geschmacksrichtungen.
Süßwarentechnologen/-technologinnen, oder die ältere Bezeichnung „Fachkraft für Süßwarentechnik“ sind dafür zuständig, diese Leckereien herzustellen. Die Digitalisierung jedoch macht auch diesem Beruf einen Strich durch die Rechnung, denn er ist gefährdet. Wir haben uns das Ganze mal ein wenig genauer angesehen:

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verspricht ein durchschnittliches Gehalt von 600€ bis 1000€. Um erfolgreich in die Ausbildung zu starten, gibt es einige Voraussetzungen, die mitgebracht werden sollten:

  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Aufmerksamkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • technisches Verständnis
  • Mathematikkenntnisse
  • biologisches und chemisches Interesse

Was macht ein/e Süßwarentechnologe/-in?

In der Ausbildung gibt es verschiedene Schwerpunkte: Schokolade, Dauerbackware, Konfekt und Zuckerware.
Im Produktionsprozess jedoch sind die Arbeitsschritte ähnlich. Weitestgehend sind die Maschinen bereits automatisiert und müssen nur bestückt, gesteuert und überwacht werden.
Die notwendigen Rohstoffe werden mit Hilfe dieser Maschinen gewonnen, für die Menge perfekt dosiert und gereinigt.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Qualität. Farbe und Konsistenz müssen abgestimmt sein und auch der Geschmack darf auf keinen Fall verfehlt werden. So ist es auch die Aufgabe der Süßwarentechnologen/-technologinnen, die Ware zu kosten zu abzuschmecken.
Sicherheits- und Hygienevorschriften müssen während des ganzen Prozesses akribisch eingehalten werden.
Für gewöhnlich arbeiten Süßwarentechnologen/-technologinnen in Industriebetrieben, die jegliche Art von Süßigkeiten herstellen. Dabei findet man sie in erster Linie in Produktionshallen oder Lagerhallen.
Die Arbeitnehmer, die Qualitätskontrollen vornehmen, können auch in Laboren eingesetzt werden.

Was verdient ein/e Süßwarentechnologe/-technologin durchschnittlich im Jahr?

Im Schnitt verdienen Süßwarentechnologen/-technologinnen 32.000€ brutto im Jahr. Diese Summe ist jedoch abhängig davon, wie lange der/die Arbeitnehmer/-in schon im Beruf arbeitet oder, in welcher Branche er/sie tätig ist. Sie kann also gegebenenfalls höher, jedoch auch geringer ausfallen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Sollte der Wissensdurst nach Beendigung der Ausbildung noch nicht gestillt sein, dann gibt es einige Chancen, sich weiterzubilden.
Mit dem/der Industriemeister/-in Fachrichtung Süßwaren kann in die Führungseben aufgestiegen werden. Ab da gehören die Überwachung der Herstellung und der Maschinen, sowie unternehmensinterne Tätigkeiten zu den alltäglichen Aufgaben.
Als technische/r Fachwirt/-in verlagern sich die Tätigkeiten überwiegend in die planende und organisatorische Ebene.
Auch ein Studium in Richtung Lebensmitteltechnologie kann eine Chance zur Qualifikation sein.

Inwiefern ist dieses Berufsbild von der Digitalisierung betroffen?

Wie eingangs schon beschrieben findet die Produktion der Süßwaren schon zum größten Teil mit automatisierten Maschinen statt. Das wird sich auch über die Jahre nicht merklich positiv für die manuelle Arbeit verändern. Laut Job-Futuromat sind 7 von 7 typischen Tätigkeiten entweder schon automatisiert oder haben das Potential dazu automatisiert zu werden.

Das heißt nicht unbedingt, dass der Beruf vollkommen aus dem Beruferegister verschwinden wird, jedoch wir es sich mehr und mehr verändern. Bereiche werden wegfalle, dafür werden neue Tätigkeiten hinzukommen.

Folgende Bereiche sind besonders stark von der Digitalisierung betroffen:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Roh- und Fertigmassen herstellen und verarbeiten
  • Süßwarentechnik
  • Süßwaren, Zuckerprodukte herstellen
  • Verpacken
  • Warenannahme, Wareneingangskontrolle

Jobs mit Zukunft

Neben der unendlich lang erscheinenden Liste der bedrohten Berufe gibt es allerdings auch eine Liste für Jobs mit Zukunft. Die Digitalisierung hat nicht nur Nachteile, sie öffnet auch Türen für Bereiche, die bis vor nicht allzu langer Zeit noch wenig bis gar keine Nachfrage hatten. Inzwischen wächst sie stetig an und bietet somit ein großes Angebot für Arbeitnehmer, die sich umorientieren wollen. Die Online-Branche ist zukunftsorientiert und wird auch über Jahre weiterhin regelmäßig Bereiche und Jobs zum Vorschein bringen, die die alten Berufe früher oder später verdrängen werden.

Unsere Kurse

Aus diesem Grund haben wir einige Kurse entwickelt, mit denen Sie gestärkt in eine ungewisse, aber moderne Zukunft starten können.
Dabei haben sie die Möglichkeit, sich berufsbegleitend weiterzubilden, denn die Kurse finden online statt.
Wenn Sie den Kurs erfolgreich beendet haben, erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, mit welchem sich Ihnen attraktive Zukunftsaussichten eröffnen.

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