Schaut man sich mal in seinem Eigenheim um, dann entdeckt man wahrscheinlich in nahezu jedem Zimmer Tische und Stühle. Doch wer steckt eigentlich hinter diesen Möbelstücken? Die Antwort darauf liegt auf der Hand – Tischler/-innen. Aber hat dieser Beruf auf eine Zukunft, in Anbetracht auf die Digitalisierung? Wir haben uns die Fakten dazu mal ein wenig genauer angeschaut:

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung in diesem Beruf dauert 3 Jahre. Das durchschnittliche Gehalt für die Ausbildungszeit liegt dabei normalerweise zwischen 600 und 900€. Wenn die angehenden Auszubildenden erfolgreich in diesem Beruf sein möchten, sollten sie über folgenden Fähigkeiten verfügen, die ihnen dabei helfen, sich von anderen Bewerbern abzuheben:

 

  • Sorgfalt
  • Handwerkliches Geschick
  • Umsicht
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik
  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Mathematik- und Physikkenntisse

Tätigkeiten und Einsatzbereiche eines/einer Tischlers/Tischlerin

Sobald Tischler/-innen die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, besteht der nächste Schritt darin, in den Arbeitsalltag einzusteigen. Dabei haben sie von kleinen Möbelstücken bis großen Projekten ganz unterschiedliche Tätigkeiten, sei es nur der Bau eines Schrankes oder aber der Bau eines Hauses. Auch die Kundenberatung durch Hinzunahme von Skizzen gehört zu ihrem Aufgabenfeld. Sie sägen und hobeln oder bearbeiten Holzoberflächen. Um zum Schluss die fertigen Holzprodukte zu erhalten, verschrauben oder verleimen sie die einzelnen Bauelemente.
Auch eher untypische Aufgaben, wie zum Beispiel das Legen von Parkett, können Tischler/-innen übernehmen.
Tischler/-innen finden Beschäftigungen bei Herstellern von Möbeln oder Holzwaren, aber auch in Bautischlereien. Ihr Arbeitsplatz befindet sich vorwiegend in Werkstätten.

Was verdient ein/e Tischler/-in im Schnitt im Jahr?

Derzeit verdienen die Tischler rund 33.000€ brutto im Jahres. Das Gehalt kann je nach Ihrer Erfahrung und der Branche, in der Sie arbeiten, variieren und somit teilweise niedriger allerdings auch höher ausfallen.

Karriere- oder Ausbildungsmöglichkeiten

Nach Abschluss der Ausbildung erhalten Tischler/-innen verschiedene Möglichkeit, sich weiterzubilden. In diesem Zusammenhang gibt es folgende Aufstiegsfortbildungen: geprüfte/r Kundenberater/-in, geprüfte/r Fertigungsplaner/-in und geprüfte/r Fachbauleiter/-in.
Um weiterhin die Tätigkeit als Tischler beizubehalten kann der/die geprüfte/r Techniker/-in der Fachrichtung Holztechnik in Erwägung gezogen werden.
Nach mehreren Jahren der Berufserfahrung kann der Meisterbrief absolviert werden, mit welchem man in die Selbstständigkeit gehen kann.
Mit einer der eben genannten Qualifizierung ist es möglich an einer Universität ein Diplom abzulegen und Dipl.-Holzwirt oder Dipl.-Ing. Designer zu werden.

Wird die Digitalisierung diesen Beruf in Zukunft beeinflussen?

Die Datenanalyse von Job-Futuromat zeigt, dass dieser Beruf von der intelligenten Welt der Digitalisierung weniger stark beeinflusst wird. Das Automatisierungspotential beträgt nur 58%. Daraus lässt sich schließen, dass es im Beruf des Tischlers höchstwahrscheinlich noch einige Jahre dauern wird, bis das Substitutionspotenzial so hoch ist, dass man sich Sorgen machen sollte. Allerdings gibt es trotzdem Tätigkeiten, die durch die Digitalisierung einen Wandel vollzogen haben. Früher wurde Holz beispielsweise manuell geschnitten, heute übernehmen Schneidemaschinen die Arbeit.

Diese Bereiche sind dabei besonders stark von der Digitalisierung betroffen und stehen auf Messers Schneide, in Bezug auf das Erhalten der Tätigkeiten:

  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Hobeln (Holz)
  • Holzoberflächenbearbeitung
  • Holzmöbelbau
  • Sägen
  • Schleifen (Holz)
  • Furnierverarbeitung

Jobs, die eine Zukunft haben

Neben die vermeintlich unendlich lang erscheinende Liste der bedrohten Berufe gesellt sich allerdings auch eine Liste der Jobs mit Zukunft. Das zunehmende Wachstum in Technologie und Digitalisierung hält eine optimale Zukunft für Jobs im Online-Bereich bereit. Von der jüngeren Generation bis ins Alter, so gut wie jeder kennt sich im und mit dem Internet aus. So ist die Akzeptanz für neue Berufe in dieser Sparte hoch.
Der Wandel der Arbeitswelt hält Jobs bereit, die vor einigen Jahren noch wenig bis gar keine Nachfrage hatten. So kannte man Online Shops nur von großen Unternehmen, wie H&M oder Zalando. Inzwischen gibt es unzählige kleine und große Online Shops für nahezu alle Arten von Produkten. Auch gänzlich neue Bereiche werden nach und nach erscheinen, die wieder neuen Spielraum für Jobs und Berufe mit sich bringen.

Unsere Kurse

Wir sind uns dessen bewusst, dass viele Berufe vom Aussterben bedroht sind. Aus diesem Grund bieten wir eine Reihe von Kursen an, mit denen Sie sich fit für die Zukunft machen können. Unsere branchenerfahrenen Dozenten vermitteln die praxisnahen Inhalte in Form von unterschiedlichen Modulen in Live-Vorlesungen. So können Sie, vollkommen zeitflexibel und ortsunabhängig an den Lesungen teilnehmen und Ihren alltäglichen beruflichen Aufgaben trotzdem nachgehen.
Nachdem Sie die Weiterbildung erfolgreich beendet haben, erhalten Sie ein anerkanntes IHK-Zertifikat, mit welchem sich Ihnen attraktive Karrieremöglichkeiten eröffnen.

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