Plastik und Gummi sind die bekannteren Bezeichnungen für Kunststoff und Kautschuk. Als Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik übernimmt man sowohl die technischen Arbeiten als auch das Mischen von Materialien. Doch wie steht es um die Zukunft des Berufes? Wir haben uns schlau gemacht:

Grundausbildung und Anforderungen

Um ein/e erfolgreiche/r Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik zu werden, sind 3 Jahre Ausbildungszeit erforderlich. Das durchschnittliche Einkommen während dieser Lehrzeit liegt zwischen 700€ und 1250€. Dieser Beruf erfordert einige Fähigkeiten, die ein zukünftiger Auszubildender besitzen muss:

  • Sorgfalt
  • Technisches Verständnis (zur Überprüfung von Gelenken)
  • Umsicht
  • Aufmerksamkeit
  • Kenntnis der technischen Zeichnungen
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • handwerkliches Geschick
  • Mathematik- und Physikkenntnisse

Tätigkeiten und Einsatzbereiche

Nach erfolgreicher Ausbildungszeit ist ein/e Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik zunächst für die Auswahl geeigneter Materialien, die Messung der Rohre und die anschließende Erstellung einer groben Skizze verantwortlich. Danach müssen sie die Materialien in die Produktionsmaschinen einbauen und sie während des Herstellungsprozesses kontinuierlich überwachen. Nach der Herstellung von Halbzeugen sollen diese die Rohre gemäß den Arbeitsaufträgen und technischen Zeichnungen manuell verbinden.
Da sie mit Polymeren und schädlichen Elementen arbeiten, ist die ordnungsgemäße Sicherung und Entsorgung der Abfallprodukte ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.
Wenn der Herstellungsprozess abgeschlossen ist, besteht die nächste Aufgabe für sie darin, die Qualität des entstandenen Produkts zu überprüfen. Sollten Produktionsfehler oder Qualitätsfehler entstanden sein, werden sie durch Verfahrensmechaniker/-innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik behoben.
Der Beruf besteht aus unterschiedlichen Fachrichtungen, welche 2012 neu geordnet wurden: Bauteile, Faserverbundtechnologie, Formteile, Halbzeuge, Kunststofffenster, Mehrschicht-Kautschukteile und Compound- und Masterbatchherstellung.

Wie hoch ist das Jahreseinkommen eines Verfahrensmechanikers / -in für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Das Bruttoeinkommen eines/einer Verfahrensmechanikers/ -in für Kunststoff- und Kautschuktechnik beträgt ca. 36.000€ brutto jährlich. Dabei ist diese Summe abhängig von verschiedenen Faktoren wie Berufserfahrung oder Branche und kann deshalb auch geringer oder höher ausfallen.

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

Nachdem die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, gibt es eine Reihe von Weiterbildungschancen.
So kann sich beispielsweise auf die Qualitätskontrolle spezialisiert werden.
Mit Hilfe der Weiterbildung zum/zur Industriemeister/-in der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik oder mit dem/der Techniker/-in der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik kann die Karriereleiter weiter nach oben geklettert und mehr Verantwortung übernommen werden.
Mit dem Erlangen der Hochschulzugangsberechtigung kann auch ein Studium im Anschluss absolviert werden. Hierbei bieten sich die Studienrichtungen Kunststoff- oder Verfahrenstechnik hervorragend an.

Wie wird sich die Digitalisierung auf diesen Beruf auswirken?

Laut Job-Futuromat wurden haben fast alle typischen Tätigkeiten das Potential automatisiert zu werden. Dies zeigt deutlich, dass die Digitalisierung weit vorangeschritten ist und auch in diesem Berufsbild ein Wandel der Tätigkeiten bevorsteht. Ob dieses Berufsbild in der Zukunft vollständig aussterben wird, ist ungewiss. Fest steht jedoch, dass sich die Bedeutung der menschlichen Tätigkeit ändern wird.

Besonders von der Digitalisierung betroffen sind folgende Bereiche (alle Fachrichtungen):

  • Maschinen- und Anlageneinrichtung
  • Extrudieren
  • Folienherstellung
  • Formpressen
  • Gummisauskleiden, -umkleiden
  • Kalandrieren
  • Kautschuk- und Gummiverarbeitung
  • Kunststoffverarbeitung
  • Kunststoffblasen
  • Kunststoffspritzgießen
  • Laminieren
  • Schäumen (Kunststofftechnik)

Jobs mit Zukunft

Obwohl es einige Prophezeiungen gibt, dass die Automatisierung für viele Berufe eine trostlose Zukunft bedeuten wird, sagen Optimisten, dass die Automatisierung mehrere Türen für Millionen von Arbeitsplätzen öffnen wird. Auf lange Sicht bietet die Digitalisierung vielleicht sogar mehr neue Jobs, als dass Berufe vom Arbeitsmarkt verschwinden. Allen voran die Online-Branche – Sie bietet unheimlich viele Möglichkeiten, sich ein zweites Standbein aufzubauen. Die Nachfrage stieg in den letzten Jahren enorm an und wird auch weiterhin stetig wachsen. Zuverlässigere und flexiblere Arbeitsabläufe, enorm schnelle Kommunikation und Erleichterungen in vielen Bereichen zeichnen diese Branche aus.

Unsere Kurse

Um Ihnen einen guten Start in eine moderne und digitale Zukunft zu ebnen, haben wir einige Weiterbildungskurse entwickelt, in denen Ihnen unsere branchenerfahrenen Dozenten die praxisnahen Inhalte in Form von Live-Vorlesungen vermitteln. Sie können vollkommen zeitflexibel und ortsunabhängig teilnehmen und haben die Chance, sich mit anderen Teilnehmern über unsere Lernplattform startIQ auszutauschen.
Nachdem Sie die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Sie von uns ein anerkanntes IHK-Zertifikat.

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